Austria

Zwischen Höllmühl- und Haselbach

Es gibt sie noch, die versteckten Ziele rund um Linz. Obwohl wir die meisten der Wanderwege im Umkreis gut kennen, gibt es doch hin und wieder auch eine interessante Neuentdeckung. Zwischen Höllmühlbach und Haselgraben wurden wir diesmal fündig. Der Pipieterkogel mit seinen 564 Metern ist die höchste Waldkuppe im Linzer Stadtgebiet. Der Weg über den bewaldeten Kamm, der sich hoch über dem Haselgraben in Richtung Gründberg entlangzieht, blieb uns bisher verborgen.

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GPS-Track Gründberg Pipieterkogel

Wir haben die Wanderung zum Pipieterkogel – der Name ist wohl in einer fantasievollen Eigenkreation entstanden – zu einer kurzweiligen Runde verbunden. Diese beginnt in Urfahr bei der Haltestelle Gründberg und man folgt zunächst dem markierten Weg Nr. 140 in Richtung Giselawarte. Zuerst noch durch Siedlungsgebiet entlang der Gründbergstraße biegt man der Beschilderung folgend bald nach rechts in den aufwärts führenden Weg ab. Man passiert eine Kapelle und an Gärten entlang erreicht man die asphaltierte Höllmühlstraße, die weiter oben zu einem Forstweg wird.

Schöne Ausblicke

Schön sind erste Ausblicke zum Pöstlingberg und zum Lichtenberg mit dem Sender. Hoch über dem Höllmühlbach geht es weiter und über einen Waldsteig erreicht man bei einem Bauernhaus die Asbergringstraße. Hier verlässt man den Weg Nr. 140, der vorbei am Panoramastüberl weiter bis auf die Gis führt. Wir folgen der Straße nach rechts in eine Senke hinab.

Ein kurzer Anstieg, dann biegt man in einer Linkskurve nach rechts in einen Wirtschaftsweg ab. Ab hier folgt man dem Höhenrücken auf einem breiten Weg, der zunächst durch Wiesen, bald aber durch lichten Wald abwärts führt. Bei einer Forststraßenkreuzung bleibt man geradeaus und erreicht über einen breiten Rücken hinauf den Pipieterkogel. Ein Holzkreuz mit Schild und improvisierte Sitzbänke auf Ästen laden zur Rast. Ende Februar war hier auch noch eine kleine Buddha-Statue platziert und ein Rosenkranz. Der Buddha ist weg, der Rosenkranz noch da.

Weiter geht es durch lichtdurchfluteten Laubwald in eine Senke und kurz hinauf zu einem Steinkreis, der die Fantasie anregt. Ist es ein Kraftplatz? Der gut angelegte Weg führt leicht bergauf-bergab, bis es endgültig nach unten geht. Steil ist dieser Abschnitt und es sollte trocken sein für einen Abstieg ohne Ausrutscher. Zusätzlich entlasten Stöcke die Knie, ohne diese ist es ein gutes Training für die Oberschenkelmuskulatur.

Der Weg mündet bei einer Bank mit Gedenkkreuz in einen Wiesenweg ein und bald darauf hat man den asphaltierten Klausenweg erreicht. Wir folgen diesem leicht ansteigend bis zu einer Kreuzung und biegen nach links in die Höllmühlstraße ein. Begleitet vom Gründberghügel zur Linken und einer idyllisch gelegenen Schrebergartenanlage zur Rechten geht es die Straße entlang. Bald wird der Blick zum Pöstlingberg und auch hinab über die Stadt frei. Kurz darauf zweigt die Höllmühlstraße nach links in einen Hohlweg ab, durch den man etwas steiler abwärts wandernd wieder die Gründbergstraße und bald darauf den Ausgangspunkt erreicht.

Infos zur Tour

Gehzeit: 3 Stunden
Länge: 9,8 km
Höhenmeter: 450
Gründberg (260 m) – Abzweigung 140er (600 m) – Pipieterkogel (564 m) – Gründberghügel (374 m)
Karten: Kompass Nr. 202, Linz verändert Wanderwege

Ausgangspunkt
Die Haltestelle Gründberg ist bequem mit den Straßenbahnlinien 1 und 2 erreichbar (www.services.linzag.at).

Charakteristik
Abwechslungsreiche Wanderung auf Waldwegen. Kürzere Passagen auch auf Asphalt. Im ersten Abschnitt markierter Weg Nr. 140. Der Weiterweg ist nicht markiert. Man hält sich immer am Waldrücken entlang. Steiler ist der Abstieg hinab zum Klausenweg, hier sind Stöcke empfehlenswert.

Varianten
Wer den Gründberghügel noch mitnimmt, wird mit Ausblicken über die Stadt und zum Pfenningberg belohnt. Dazu folgt man dem Klausenweg kurz vor der Einmündung in die Höllmühlstraße nach links abwärts und zweigt bald nach rechts zum letzten Anstieg hinauf ab.

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