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Zweifel an Schulschließungen in Oberösterreich

© APA - Austria Presse Agentur

Weil 26 Schüler infiziert sind, sperrt Oberösterreich schon jetzt die Schulen für rund 85.000 Schüler. Für die Neos fehlt die Evidenz, dass das sinnvoll ist.

von Bernhard Gaul

In Oberösterreich wurden aufgrund der neuen Ansteckungen Schulen in fünf Bezirken geschlossen, auch Veranstaltungen sind dort bis auf weiteres nicht gerne gesehen. Landeschef Stelzer bezeichnete das Entstehen der Cluster als "Warnschuss" für jene, die glaubten, die Krise sei vorbei.

Für die Schüler in den fünf betroffenen Bezirken Linz Stadt, Linz-Land, Wels Stadt, Wels-Land und Urfahr-Umgebung bleiben die Schulen aber bis Schulschluss am kommenden Freitag zu.

Beim neuen Cluster sind bisher 26 Schüler und vier Pädagogen nachweislich infiziert. Für die Neos ist die Schulschließung für 85.000 Kinder in den betroffenen fünf Bezirken deshalb überzogen: "Wir wissen, dass Kinder nicht die Hauptüberträger dieser Krankheit sind", sagte Parteichefin Beate Meinl-Reisinger. Denn obwohl Gottesdienste, Chorproben und Bars als "Superspreader-Events" bekannt seien, habe Oberösterreich die Schulen geschlossen, für Indoor-Veranstaltungen die Absage aber nur empfohlen. "Ich finde es inakzeptabel, wie diskussions- und kritiklos Kinderbetreuung und Bildung ins Private verschoben werden. Ohne Evidenz, ohne Grund und mit der vollen Belastung der Frauen", kritisierte Meinl-Reisinger. 

Trotz dieser regional steigenden Fallzahlen sind aber keine österreichweiten Verschärfungen der Maßnahmen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie geplant. Das stellte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Donnerstag bei einem Pressestatement in Wien klar. "Das Wichtigste ist, dass es ein regionaler Ausbruch bleibt." Dafür müsse alles unternommen werden.

Seit März gab es übrigens insgesamt 80 Schüler und 15 Lehrer, die positiv getestet wurden.

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