Austria

Wo die Corona-Massentests früher starten

Medical workers test for novel coronavirus with PCR test in Zagreb

© REUTERS / ANTONIO BRONIC

Fünf Bundesländer testen Bevölkerung früher, Niederösterreich startet mit einzelnen Berufsgruppen, Wien ist skeptisch.

von Kevin Kada

Die von Bundeskanzler Sebastian Kurz und Gesundheitsminister Rudolf Anschober angekündigten Massentest im Dezember werden in weiten Teilen Österreichs nun früher stattfinden, als ursprünglich geplant.

Start der Massentests in den Bundesländern

Zunächst wurde von der Bundesregierung geplant, dass einzelne Berufsgruppen in Österreich flächendeckend getestet werden. Erst Lehrer und Kindergartenpädagogen (5./6.Dezember), dann die Polizei (7/8.Dezember). Und kurz vor Weihnachten – also um den 19. bzw. 20. Dezember herum dann die gesamte restliche Bevölkerung: So sah es der ursprüngliche (Zeit-)Plan zu den geplanten Corona-Massentests vor.

Niederösterreich hält sich an Plan

Und genau diesen Plan verfolgt Niederösterreich. In der ersten Phase werden am 5. und 6. Dezember Schul- und Kindergartenpersonal getestet. Dabei handelt es sich um rund 30.000 Personen. Die Polizei dürfte sich die Tests laut ersten Informationen selbst organisieren, in Summe geht es hier um rund 5.400 Menschen.

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Danach soll die restliche Bevölkerung in Niederösterreich getestet werden. Ob dies wie in Oberösterreich, Salzbug und Kärnten bereits am 12. und 13. Dezember passiert oder erst am Wochenende darauf, wie von der Regierung ursprünglich geplant, ist noch unklar.

Wien ist skeptisch

Die Bundeshauptstadt steht den vom Bund angekündigten Massentests vor Weihnachten weiter abwartend bis kritisch gegenüber. "Es kann nicht sein, dass man in einer Acht-Millionen-Einwohner-Republik Massentests verspricht und dann zentrale Fragen nicht beantwortet werden", richtete Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) am Mittwoch der Regierung aus. Ablehnend äußerte er sich auch betreffend Skiurlaub in den Weihnachtsferien.

 Abgesehen von der Klärung einiger weniger Punkte gebe es zum Test-Großprojekt weiterhin keinerlei Antworten "auf die wirklich großen zentralen Fragen", monierte Hacker. Er betonte, dass seit Beginn der Viruspandemie im Februar bis dato im ganzen Land 2,9 Mio. Tests durchgeführt worden seien. "Da ist es doch die spannende Frage: Wie will man jetzt in zwei, drei, vier Tagen - sagen wir einmal - 60 Prozent von acht Mio. Menschen, also fünf Mio. Tests zusammenbringen? Diese Frage sollte beantwortet sein, wenn man verspricht, Massentests zu machen."

Ob Wien wie die Bundesländer Salzburg, Tirol und Vorarlberg schon vor dem letzten Wochenende vor Weihnachten den Testmarathon durchführen will, ließ Hacker heute auf Nachfrage offen. Man sei gerade am Entwickeln von Plänen. Grundsätzlich betonte der Ressortchef, er halte es für gescheiter, zielgerichtete Großtestungen durchzuführen - etwa in Pflegeheimen oder in Spitälern, wie Wien das bereits regelmäßig mache. Auch bei Pädagoginnen und Pädagogen bzw. in Kindergärten sei dies sinnvoll.

Polizei organisiert sich Tests selbst

Die rund 40.000 Polizisten in Österreich sollen am 7. und 8. Dezember nach den Lehrern flächendecken auf Corona getestet werden. Während bei den Pädagogen die Tests von den Gesundheitsbehörden mit Hilfe des Bundesheeres geplant werden, wird die Polizei ihre Tests selber organisieren.

Details dazu waren am Mittwoch trotz mehrmaliger Nachfrage beim Innenministerium nicht zu erfahren. Dem Vernehmen will die Exekutive auf eigene Sanitäter und das Roten Kreuz setzten.

FPÖ rudert mit Empfehlung zurück

Die FPÖ rudert in der Debatte um Covid-Massentestungen zurück. Nachdem Vizeklubchefin Dagmar Belakowitsch am Mittwoch zum Boykott aufgerufen hatte, meldete sich Parteichef Norbert Hofer am Abend mit einem Dementi zu Wort. Hofer betonte, "dass die FPÖ keinerlei Empfehlung zur Teilnahme oder zur Nicht-Teilnahme an Testungen abgebe".

Die Kritik an den Massentests bekräftigte Hofer allerdings und sieht sich darin auch durch die Teststrategie des Gesundheitsministeriums bestätigt.

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