Austria

"Wir haben täglich frische Ware für unsere Kunden"

Die oberösterreichischen Bäcker haben ebenso wie die großen Lebensmittelmärkte jetzt geöffnet. Das heißt aber nicht automatisch, dass es ihnen wirtschaftlich gut geht. Der Mühlviertler Reinhard Honeder, mit 20 Filialen in Oberösterreich einer der größten Bäcker, erzählt im Gespräch mit den OÖNachrichten über die derzeitigen Herausforderungen für seine Zunft.

OÖNachrichten: Sie haben im Gegensatz zu vielen anderen Betrieben geöffnet. Wie geht es Ihnen und Ihrer Branche?

Honeder: Wir machen zum Teil sehr unterschiedliche Erfahrungen in der jetzigen Situation. Wer Stammkunden hat und jetzt verstärkt ins Gai fährt (also auf dem Land einzelne Siedlungen und Häuser abklappert; Anm.), kommt wahrscheinlich ganz gut über die Runden. Auch jene, die an den Handel liefern. Im Gegensatz dazu leiden jene, die sonst vor allem von einer Frequenzlage profitieren, weil es eben keine Frequenz gibt. Und auch jene, die einen Gastrobereich dabeihaben, diesen aber nicht aufsperren dürfen, haben ein Problem – genauso ein Problem wie jene, die an die Gastronomie liefern. Da sprechen wir von einem Umsatzrückgang von 80 bis 90 Prozent.

Wie geht es Ihnen mit Ihren 20 Filialen?

Über alle Filialen haben wir einen Rückgang von rund 50 Prozent. Wir versuchen, noch mehr auf uns aufmerksam zu machen. Denn nicht nur der Lebensmittelhandel macht derzeit einen tollen Job, sondern auch die vielen kleinen Gewerbebetriebe vom Metzger bis zum Bäcker. Wir haben täglich frische Ware für unsere Kunden, und wir haben zum Teil auch täglich offen. Zum Glück gibt es Initiativen wie "Kauf Oberösterreich". Das hilft uns sehr.

Wie läuft die Versorgung mit Rohstoffen?

Die funktioniert österreichweit sehr gut. Wir haben genügend Rohstoffe, vor allem genügend heimisches Getreide. Wenn die eine oder andere Schokoladensorte nicht verfügbar ist, dann verkraften wir das.

Und wie lange stehen Sie das durch?

Das wäre Glaskugelschauen. Aber wir haben vorsichtig pessimistisch geplant. Und wir rechnen damit, dass der Umsatz bis Juni noch so schlecht bleibt, im Juli etwas anzieht und erst im September wieder den Normalzustand erreicht.

Wie gehen Sie mit dem Schutzmaskengebot um?

Wir haben selbst erst davon erfahren. Derzeit brauchen wir das auch nicht. Wir gehen aber davon aus, dass das bald für alle Geschäfte gilt. Klar ist aber, dass wir die nicht finanzieren können. Einfache Masken werden um 70 Cent verkauft. Wenn jemand bei uns um drei bis fünf Euro einkauft und wir ihm die Maske zur Verfügung stellen müssten, bleibt am Ende für uns nichts mehr übrig.

So funktioniert Kauf OÖ

nachrichten.at/kaufoö ist eine Seite der OÖN, auf der sich oberösterreichische Händler, Produzenten und Dienstleister präsentieren können.

Die OÖN werden in den nächsten Tagen und Wochen laufend über außergewöhnliche Firmen und Initiativen berichten.

Die Anzeigenabteilung der OÖN hat für Unternehmen ein spezielles Anzeigenformat für Print und Online entwickelt, das zu einem sehr günstigen Preis gebucht werden kann.

Dazu gibt es die Möglichkeit, kostenlos in Kleinanzeigen die Kunden zu informieren (auch in der Printausgabe).

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