Austria

Wien korrigiert Ministerium: Mehr Beatmungsbetten verfügbar

Insgesamt gebe es in Wien 1.058 Plätze, mehr als ein Viertel seien noch verfügbar. Der Bund hatte zuletzt nur 367 Geräte für ausgewiesen.

Kürzlich hat das Gesundheitsministeriums für Wien mit knapp zwei Millionen Einwohnern 367 Beatmungsgeräte ausgewiesen - und damit weniger als für Niederösterreich oder die Steiermark. Diese Zahl ist laut Stadt nicht korrekt. Tatsächlich verfügten die öffentlichen Spitäler derzeit über mehr als 1.000 Intensivbetten mit Beatmungsgeräten, hieß es am Dienstag. Mehr als ein Viertel sei noch frei.

Das Büro von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) teilte der APA auf Anfrage mit, dass Wien derzeit über eine Kapazität von 1.058 Beatmungs-Intensivbetten verfüge. "Davon sind 853 Intensivbetten für Erwachsene und 205 für Kinder", wurde in einer schriftlichen Mitteilung aufgeschlüsselt. Darin inkludiert sind nicht nur die Krankenhäuser des städtischen Krankenanstaltenverbunds (KAV), sondern alle nicht privaten Einrichtungen - also auch die gemeinnützigen Ordensspitäler, die AUVA-Standorte und das von der Gebietskrankenkasse betriebene Hanusch-Krankenhaus.

Laut Wiener Gesundheitsressort sind derzeit noch knapp 28 Prozent aller Beatmungsgeräte verfügbar. Das entspricht 281 Plätzen - 245 für Erwachsene und 36 für Kinder. Ein Sprecher betonte, dass freilich nur ein geringer Teil der bereits vergebenen Betten derzeit mit Covid-19-Patienten belegt sei. Mit Stand Dienstagfrüh befanden sich in den Wiener Spitälern 22 Patienten, die am Coronavirus erkrankt sind, auf der Intensivstation.

Das Gesundheitsministerium hatte zuletzt mit Verweis auf Daten vom vergangenen Freitag für Wien nur insgesamt 367 Beatmungsgeräte angegeben. Demnach lag die Bundeshauptstadt hinter einwohnerschwächeren Bundesländern wie Niederösterreich, Tirol und Steiermark. Wie das Ministerium auf die deutliche niedrigere als nun von der Stadt Wien angegebene Zahl gekommen war, konnte man sich im Hacker-Büro heute nicht erklären.

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