Austria

Wie der Teamchef seine Football-Nationalspieler findet

© SEPA.Media/AFBÖ/Sepa.Media/Herbert Kratky

Am Wochenende testet Maximilian Sommer 100 potenzielle Teamspieler. Etwa 60 davon werden 2023 Jagd auf den EM-Titel machen.

von Florian Plavec

An diesem Wochenende wird Maximilian Sommer endlich in seiner Funktion als Nationaltrainer auf dem Platz stehen. Ende 2019 wurde der 32-jährige Grazer zum Teamchef bestellt, doch dann kam Corona. Drei Mal wurde versucht, ein Trainingslager zu veranstalten, drei Mal musste der Versuch gestoppt werden. 

Nun treffen sich am 27./28. Februar rund 100 Amateursportler in Wien zu einem Sichtungstrainingslager. Trotz der Corona-Pandemie völlig legal, wie  Football-Generalsekretär Christoph Seyrl erklärt: „Nationalteams werden als Spitzensport eingestuft, ebenso unsere zwei höchsten Ligen. Wir haben für dieses Camp noch strengere Sicherheitsvorkehrungen, als sie vorgeschrieben sind.“

Neo-Teamchef Sommer musste im Corona-Jahr völlig neue Wege gehen. Die potenziellen Teamspieler schickten Videos ein, die sie bei bestimmten Kraft- und Athletik-Übungen zeigen. „Das ist ein wichtiger Parameter für Football“, sagt Sommer. „Aber noch mehr ist es mir darum gegangen zu sehen, wie engagiert die Spieler sind. Wer stellt sich für so etwas für die Kamera?“ Nach diesem Wochenende werden es 65 Männer in die nächste Runde im April schaffen, 60 werden beim dritten Camp im Juni dabei sein. Danach sind mit dem neu zusammengewürfelten Team noch zwei Länderspiele 2021 geplant, das erste davon Anfang August gegen Serbien. Der Sieger spielt um Platz fünf der Europameisterschaft.

Doch das ist nicht der Anspruch des Teamchefs. Österreichs Football hat seit Jahren einen hervorragenden Ruf. Vor wenigen Tagen schafften es zum zweiten Mal gleich  zwei Spieler in das zehn Athleten umfassenden International Player Pathway Program (IPPP) der NFL. Vier davon machen dann den Sprung in den Trainingskader eines NFL-Teams. Und die Vienna Vikings und die Tirol Raiders gehören zu den Top-Klubs Europas.

"Riesen Boom"

„Unsere Sportart hat in den letzten zehn Jahren einen riesen Boom bei uns  erlebt“, sagt Sommer. „Das Wachstum hält an und das ist auch der Strahlkraft des Nationalteams geschuldet.“

Dieses entfachte erstmals Euphorie bei der Heim-WM 2011 mit Rang sieben vor 27.000 Zuschauern im Happel-Stadion. 2014 und 2018 wurde man Vize-Europameister.  „Wir brennen darauf, den letzten Schritt zu gehen“, sagt Seyrl und Teamchef Sommer stimmt zu:  „2022 starten wir den Sturm auf Europa“. Mit dem Ziel, 2023 erstmals den EM-Titel nach Österreich zu holen.

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