Austria

Wer hat Angst vor einem zweiten Lockdown?

Wenn wir vor einigen, wenigen Monaten noch international für unsere schnelle und konsequente Reaktion als Vorreiter galten, sieht die Situation heute ganz anders aus: Wir sind auf der EU-weiten Corona-Ampel dunkelrot, die Infektionszahlen steigen und eine Trendwende ist nicht in Sicht. SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner hat schon einen Punkt, wenn sie sagt, dass wir unseren Vorsprung verspielt haben.

Sechs statt zehn Personen am Tisch? „A scho wurscht!“
Trotzdem setzt die heimische Bundesregierung derzeit auf sanfte Maßnahmen und den Appell der Eigenverantwortung statt auf Lockdown und Ausgangssperren - ganz im Gegensatz zu anderen, europäischen Ländern. Wenn nun mehr sechs statt zehn Personen an einem Tisch sitzen dürfen, kratzt das den durchschnittlichen Restaurantgast nach dem Motto „A scho wurscht“ sicherlich kaum. Es scheint so, als wäre die Regierung im Frühjahr als Maßnahmen-Tiger gesprungen und als Bettvorleger gelandet. Was ist da passiert?

Kurz weiß: Ein neuerlicher Shutdown wäre unpopulär
War noch zu Beginn der Krise die breite Zustimmung der Bevölkerung deutlich spürbar, stellt sich bei vielen Österreichern spätestens seit dem Sommer vermehrt Frust ein. Der Urlaub blieb für viele aus, die Lokale machen mit Sperrstunde keinen Spaß und jene, die coronabedingt ihren Job verloren haben, blicken auf eine ungewisse Zukunft. Die Nachwehen des Lockdowns hinterlassen ihre Spuren. Ein weiteres Mal wäre in dieser überdrüssigen Gesamtstimmung besonders unpopulär. Das weiß auch Bundeskanzler Kurz.

Es hat sich eine Maßnahmen-Wurschtigkeit eingestellt
Ein Großteil der Wurschtigkeit angesichts der neuen Maßnahmen rührt auch sicher daher, dass die breite Masse bereits abgestumpft ist. Sie ist nach Monaten mit dem Coronavirus nicht mehr empfänglich für Angstszenarien. Die Kassandrarufe, dass ein zweiter Lockdown nur gemeinsam verhindert werden kann, holen keinen mehr hinter dem Ofen hervor. Das macht den Appell an die Eigenverantwortung und liebe Empfehlungen ja so zahnlos. Das greift nicht mehr.

Wir müssen den Zusammenhalt wachküssen
Die Bundesregierung hat bisher einen guten Job gemacht. Um einen zweiten Lockdown zu verhindern, muss sie es wieder schaffen, den nötigen Zusammenhalt in der Bevölkerung wachzuküssen. Das schafft sie allerdings nicht, wenn sie ihr Pulver bei dramatischen Pressekonferenzen, bei denen dann nur Minimal-Maßnahmen präsentiert werden, verschießt. Ansonsten könnte passieren, dass man im erneuten Ernstfall nur müde lächelt. Die Inszenierung am Montag war schon hart an der Grenze.

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