Austria

"Wenn wir uns einigen, würde ich gerne für meinen Herzensverein spielen"

Nach vier Meisterschaftsniederlagen und dem verlorenen Cup-Spiel in Wolfsberg steht die SV Guntamatic Ried in den kommenden beiden Spielen bereits unter Zugzwang. "Der Druck ist da, aber den sind wir gewohnt. Wenn wir an einem Strang ziehen, dann bin ich überzeugt davon, dass wir aus diesem Tief rasch wieder herausfinden", sagt Trainer Gerald Baumgartner im OÖN-Telefonat. Den 55-jährigen Salzburger plagen vor dem wichtigen Spiel am Samstag (17 Uhr) in St. Pölten etliche Sorgen. Vier Spieler fehlen weiterhin wegen eines positiven Corona-Tests in der vergangenen Woche. Die gute Nachricht: Allen Betroffenen geht es gut, es ist davon auszugehen, dass die Spieler am kommenden Dienstag wieder ins Mannschaftstraining einsteigen können, zwei diese Woche durchgeführte Corona-Tests bei der gesamten Mannschaft waren allesamt negativ.

Not in der Verteidigung

Besonders prekär ist die Situation in der Verteidigung. Neben dem gesperrten Constantin Reiner kann Baumgartner auch auf Kennedy Boateng und Markus Lackner nicht zurückgreifen. Bleiben nur noch Thomas Reifeltshammer und Luca Meisl, eine Dreierkette ist somit für das Spiel in St. Pölten wohl keine Option, Marcel Ziegl wird im defensiven Mittelfeld benötigt. Der zentrale Mittelfeldspieler Daniel Offenbacher, der zuletzt nicht zur Verfügung stand, wird in den Kader zurückkehren, ein Einsatz von Beginn an sei laut Baumgartner aber noch offen.

Grüll kehrt wohl in das Team zurück

Etwas verbessern könnte sich die Lage in der Offensive. "Marco Grüll war krank, er hat schon wieder mittrainiert. Ich hoffe, dass es sich bis Samstag ausgeht", sagt Baumgartner. Der quirlige Seth Paintsil dürfte nach seiner schmerzhaften Rippenprellung zurück in den Kader kehren. Im Tor wird erneut Daniel Daniliuc beginnen. Für Ante Bajic, der nach seiner Schulterverletzung seit einiger Zeit wieder mit der Mannschaft trainiert, kommt ein Einsatz am Samstag wohl noch zu früh.

"Eigentlich wollten wir nach der Länderspielpause einen weiteren Schritt machen. Leider sind uns sechs Corona-Ausfälle dazwischengekommen. Das macht es in unserer Situation nicht leichter. Aber jammern hilft uns nicht weiter. Alle Spieler, die am Samstag auf dem Feld stehen werden, sind Profis und müssen in der Lage sein, unseren Matchplan umzusetzen", sagt Baumgartner, der sich nach der Niederlagenserie vor seine Mannschaft stellt: "Ich kann niemandem einen Vorwurf machen. Wir müssen trotz der mühsamen Situation den Blick nach vorne richten."

Ried-Trainer Gerald Baumgartner
Ried-Trainer Gerald Baumgartner

Der mehrfach geäußerte Wunsch für die Verpflichtung eines vertragslosen Innenverteidigers wird Baumgartner vom Vorstand wohl nicht erfüllt. Wie auch immer, Baumgartner und sein Team stehen gegen St. Pölten und Hartberg unter Zugzwang, im Abstiegskampf helfen nur Punkte.

Möschl wäre bereit

Seit Saisonbeginn im Sommer ist der ehemalige Rieder Patrick Möschl ständiger Trainingsgast. Der 27-Jährige kam als Jugendlicher 2007 nach Ried und absolvierte bis 2017 insgesamt 110 Pflichtspiele für die SVR. Vor drei Jahren wechselte er nach einer starken Saison zum deutschen Zweitligisten Dresden. Zuletzt spielte Möschl für den Drittliga-Verein Magdeburg, seit Sommer ist er vertragslos, daher könnte er auch jetzt noch unter Vertrag genommen werden. "Ich würde ihn lieber noch heute im Trikot der SV Ried sehen. Das ist aber eine Entscheidung des Vorstandes", sagt Trainer Baumgartner.

Im OÖN-Gespräch sagt Möschl: "Die SV Ried ist für immer eine Option, es gibt aber derzeit kein unterschriftsreifes Angebot des Vereins. Für mich geht es sicher nicht primär um das Gehalt", sagt Möschl und fügt hinzu: "Wenn wir uns einigen, würde ich gerne für meinen Herzensverein spielen. Für mich ist es so, als ob ich nie weggewesen wäre. Die Mannschaft habe ich mittlerweile gut kennengelernt. Ich bin dem Verein extrem dankbar dafür, dass ich schon so lange mittrainieren darf, das ist alles andere als selbstverständlich", sagt Möschl.

Grundsätzlich sei die aktuelle Situation für ihn nicht leicht. Angebote habe er nicht vorliegen. "Die Spielpraxis fehlt mir zwar, aber ich stehe körperlich voll im Saft und hoffe, dass ich bald einen Verein finde. Immerhin bin ich Fußballer und möchte meinem Beruf nachgehen."

Patrick Möschl: "Auch für meine Eltern ist ein Traum in Erfüllung gegangen"
Im Sommer 2017 wechselte Patrick Möschl nach dem Abstieg mit der SV Ried zu Dynamo Dresden

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