Austria

Wenn der französische Feschak in Notlage gerät …

Vom US-Militärarzt, der einer Prinzessin das Leben gerettet hat und dafür fürstlich entlohnt wurde, bis hin zum charmanten Feschak aus Frankreich – allein seit Anfang Juni sind fünf Fälle von Oberösterreicherinnen bekannt geworden, die Online-Liebesbetrügern insgesamt rund 325.000 Euro überwiesen haben.

Im siebten Himmel wähnte sich eine 58-Jährige aus dem Bezirk Linz-Land, als sie nach einem "Match" auf der Dating-App "Tinder" den französischen Geschäftsmann "Jurgen Shorn" kennenlernte. Über WhatsApp und E-Mail kamen sich die beiden in französischer Sprache über Monate immer näher. "Die Täter loten dabei die Schwachstellen ihrer Opfer aus: gemeinsame Hobbys, bevorzugte Veranstaltungen und künftige Urlaube. Viele Frauen denken sich: endlich ein ehrlicher Mann, der nicht nur meinen Körper will", sagt Gerald Sakoparnig, Leiter der Abteilung Betrug im Landeskriminalamt.

Plötzlich geriet der vermeintliche Traummann, mit dem für die 58-Jährige eine gemeinsame Zukunft so gut wie feststand, in eine Notsituation. "Shorn" erzählte der Oberösterreicherin, er sei am Weg nach Marokko vom Zoll aufgehalten worden, weil er Gold und Silber dabei hatte. Nun müsse er eine hohe Summe zahlen, sonst gehe er ins Gefängnis, wobei sein Privatvermögen über 700.000 Euro derzeit "eingefroren" sei. Die 58-Jährige bekam Mitleid und überwies für Behördenkosten, Flüge und Hotels seit September in 14 Teiltransaktionen insgesamt 64.000 Euro auf drei Konten in Irland, Bulgarien und Litauen. Zwischenzeitlich erkundigte sich die Hausbank der Frau, ob wegen der hohen Ausgänge alles in Ordnung sei, worauf diese bejahte. Nach sechs Monaten wurde die 58-Jährige doch misstrauisch und entdeckte, dass es sich bei dem Profilfoto ihrer großen Liebe nicht um "Jurgen Shorn", sondern um den 51-jährigen Schauspieler Paolo Conticini aus Italien handelte.

"US-Militärärzte" in Notsituation

Nur drei Wochen benötigte ein angeblicher US-Militärarzt, um einer 41-Jährigen aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung insgesamt 30.000 Euro aus der Tasche zu ziehen. Er gab an, dass er von einem gefährlichen Einsatz in Syrien zurückkehren möchte, aber keinen Zugriff auf sein prall gefülltes Konto habe. Nachdem die Geldforderungen nicht aufhörten, wurde die 41-Jährige misstrauisch und erstattete Anzeige.

Ähnlich erging es, wie berichtet, drei Oberösterreicherinnen, die an vermeintliche US-Militärärzte im Jemen bzw. Irak sowie an einen Bohrinselarbeiter in Florida insgesamt 231.000 Euro überwiesen. Einer der Betrüger tischte dabei die abenteuerliche Geschichte auf, er habe für die Lebensrettung einer Prinzessin einen Schatz erhalten, den er nun außer Landes schaffen müsse.

"Die Sehnsüchte und Bedürfnisse, die ausgenutzt werden, sind in jedem von uns vorhanden", warnt Kriminalpolizist Sakoparnig. Schon bei der geringsten Geldforderung im Internet sollte man von Betrug ausgehen.

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