Austria

Wenn bei der Leidenschaft das Herz nicht mehr mitspielt

Er ist Olympiasieger, dreimaliger Weltmeister und Gewinner von neun Weltcuprennen – Bernhard Gruber hat in der Nordischen Kombination alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt. Dass der mittlerweile 38-Jährige nach dem Einsetzen zweier Stents in sein Herz im März 2020 nun noch einen Comebackversuch wagte, ist wohl nur mit seiner Liebe zum Sport erklärbar. Umso tragischer, dass seine Rückkehr in den Weltcup am Samstag in Lahti mit einer neuerlichen Herzoperation endete. Dabei hatte es zunächst sogar ausgesehen, als könne der Salzburger ein kleines Märchen schreiben.

"Es ist unglaublich schön und fühlt sich richtig gut an", hatte der Routinier nach dem Teambewerb gesagt, in dem er mit Mario Seidl nach dem Springen sensationell in Führung lag. Der sechste Endrang vermochte an der Gefühlswelt Grubers nichts ändern: "Da überwiegt die Freude, dass das Herz so gut läuft. Ich muss noch geduldig sein." Als hätte er es verschrien, verspürte Gruber beim Auslaufen Schmerzen in der Brust.

Gattin war dagegen

Nach der Erstdiagnostik vor Ort von Sanitätern und der ÖSV-Teamärztin wurde im Spital ein Teilverschluss eines Herzkranzgefäßes festgestellt, der mit zwei weiteren Stents behoben wurde. "Bernhard ist soweit in guter Verfassung und muss nun entsprechend seiner Genesung noch einige Tage im Krankenhaus bleiben", sagte ÖSV-Teamärztin Ines Berger-Uckermann. Ein böses Deja-vu für Gruber. Obwohl ihn seine Frau bereits letztes Frühjahr zu einem Karriereende gedrängt hatte, wollte es der Bad-Hofgasteiner noch einmal wissen. Im November hatte er nach medizinischen Checks die Freigabe für den Hochleistungssport erhalten. Diese sei von Ärzten außerhalb des ÖSV gekommen, wie Mario Stecher, sportlicher Leiter der heimschen Kombinierer, erklärt: "Wir leisten dem dann auch Folge, auch weil sich der Bernie wohlgefühlt hat und das unbedingt wollte."

Das Karriereende Grubers scheint nun unumgänglich. Stecher: "Wenn man eins und eins zusammenzählt, dann wird es in diese Richtung laufen." Freilich müsse es der Athlet selbst entscheiden und bekanntgeben. In erster Linie muss man aber froh sein, dass – auch dank der Versorgungskette – nicht mehr passiert ist. (pue)

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