Austria

Vor Corona-Gipfel: Keine Lockerung, aber auch keine Notbremse

Am Montag berät sich die Regierungsspitze mit Experten und Landeshauptleuten. Weitere Lockerungen kommen nicht, Schanigärten könnten frühestens am 15. März öffnen

von Ida Metzger

Einmal mehr liegen sie diametral zu den Hoffnungen der Wirtschaft, einiger Landesfürsten und dem Großteil Bevölkerung. Die Rede ist von den Infektionszahlen.

Heute wurde ein negativer Sonntags-Rekord für Februar verzeichnet: 2.123 Infektionen. Zuletzt gab es am 13. Dezember 2020 an einem Sonntag mehr als 2.000 Infektionen. Die Sieben-Tages-Inzidenz ist auf 159 und der Reproduktionsfaktor auf alarmierende 1,16 gestiegen. Die Hospitalisierungszahlen gehen in die Höhe – in den vergangenen sieben Tagen um 2,3 Prozent auf 1.291. Die Zahl der schwer Erkrankten mit intensivmedizinischem Betreuungsbedarf ist um 8,6 Prozent auf 279 gestiegen.

Mutationen sind Treiber

„Haupttreiber dieser Steigerungen ist die rasche Ausbreitung der stärker ansteckenden Mutationen in ganz Europa, auch in Österreich. In der Mehrzahl der österreichischen Bundesländer dominiert die britische Variante bereits. Da diese ein um rund 30 Prozent höheres Ansteckungsrisiko aufweist, steigen die Infektionszahlen parallel zur Ausbreitung der Variante“, so Gesundheitsminister Rudolf Anschober.

Keine guten Nachrichten so knapp vor dem Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt. Die Begehrlichkeiten sind groß. Die Wirtschaft geht fix von weiteren Lockerungen aus. Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karlheinz Kopf zeigte sich am Sonntag nach wie vor zuversichtlich, dass es Mitte März ein Aufsperren für Gastronomie und Hotellerie gibt. „Wir rechnen damit, dass am 15. März Öffnungsschritte passieren“.

Auch zahlreiche Landeschefs, etwa NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, sprachen sich in den vergangenen Tagen für eine Öffnung der Gastrobetriebe mit verpflichtenden Covid-19-Tests ab 15. März aus. „Ein Tunnelblick allein auf die Infektionszahlen reicht nicht“, kritisierte Mikl-Leitner. Man müsse auch darauf achten, wie und ob die Spitäler ausgelastet sind.

Warnung vor ewigen Lockdowns

Ähnlich argumentiert es Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Er stellt sich damit einmal mehr gegen seine Parteichefin Pamela Rendi-Wagner. Während die SPÖ-Parteivorsitzende vor „zu schnellen Öffnungen“ warnt, hält Doskozil nichts von den ewigen Lockdowns. „Die Gesellschaft braucht Normalität. Das geht nur, wenn wir das Testangebot massiv ausbauen. Getestet ins Lokal gehen, die Kinder in die Schule bringen, sich mit Freunden treffen, das ist eine viel bessere Welt als die, in der wir gerade leben.“

Von diesem Weg halten die Experten nicht viel. Ein Veto für den Weg der Landeshauptleute kommt von den Virologen. Sie sind strikt gegen weitere Öffnungsmaßnahmen. Die Corona-Kommission hat in ihrem Bericht empfohlen, die „flächendecken Testungen zu forcieren“ und derzeit „allenfalls geplante Lockerungen zu überdenken“.

Eine erste Abwägung der Situation unternahm die Regierungsspitze bereits am Sonntagabend im Bundeskanzleramt. Am Montag trifft sich die Regierung mit Experten, den Oppositionsparteien und den Landeshauptleuten zum Corona-Gipfel, um die weitere Vorgehensweise zu beraten.

Öffnung der Schanigärten nur in Aussicht stellen

Schon am Sonntagabend war jedoch klar: Die Regierung wird keine großen Lockerungen wagen. Das Maximum, das zu erwarten ist: Man könnte eine Öffnung von Schanigärten ab dem „Tag X“ in Aussicht stellen, aber unter der Voraussetzung, dass die Infektionszahlen dies bis zu dem in Aussicht genommenen Termin (15., 22. oder 29. März) zulassen.

Sportminister Werner Kogler wird heute versprechen, dass Kinder und Jugendliche bei der ersten Lockerungsrunde der Corona-Vorschriften im Sport dabei sein sollen. Bei dieser Gruppe seien „die Kollateralschäden am größten“, sagte der Vizekanzler im Interview der Presse. „Und da Kinder in den Schulen getestet werden, könnte auch schon eine Schulbesuchsbestätigung fürs Training reichen“, fügte er hinzu.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Football news:

Man City hat noch 11 Punkte in 6 Spielen, um Englands Meister zu werden
Man City hat zum ersten Mal seit 6 Spielen verloren. Das Team von Pep Guardiola war in der 2.Halbzeit in Führung gegangen und kassierte in der 91. Minute den Ausgleich für Leeds. Wir werden bemerken, dass Bürger in der Mehrheit ab der 45.Minute gespielt haben. So wurde die 6.Siegesserie von Man City, der FC Everton (2:0) im FA-Cup sowie die Gladbacher Borussia (2:0) und der FC Dortmund (2:1) in der Champions League unterbrochen. April spielt City im Rückspiel des Viertelfinals der Champions League gegen Borussia Dortmund
Schuster über den geliebten Clásico: Mein erstes - wir haben Real Madrid geschlagen. Der ehemalige Mittelfeldspieler Bernd Schuster, der früher für Barcelona, Real Madrid und Atlético Madrid spielte, hat mir die Erinnerungen an seinen Lieblings-Clásico mitgeteilt
Klopp über Mana: Seine Statistik kann man jetzt nicht schön nennen, und er ist sich dessen bewusst. Liverpool-Trainer Jürgen Klopp hat sich über die schlechte Leistung des Mittelfeldspielers Sajo Mane geäußert
Independiente gegen Rasing-Argentiniens Top-Clasico: Darin glänzte Agüero, kämpften die Milito - Brüder und Maradona warf Flaschen
Der Leeds-Spieler erhielt nach einer Flanke von Jesus eine direkte rote Karte. City verliert 0:1
Borussia Dortmund kann Boateng einladen. Verteidiger Jerome Boateng wird den FC Bayern im Sommer im Transferfenster verlassen. Ein Fußballer, der ein freier Agent sein wird, kann bei Borussia Dortmund mitmachen. Wie behauptet Sportbuzzer.De Bei Dortmund denkt man darüber nach, einen Vertrag mit dem 32-jährigen Verteidiger zu unterschreiben. Wenn ein solcher Deal stattfindet, muss Boateng auf eine deutliche Gehaltsminderung verzichten. Beim FC Bayern bekommt er rund 12 Millionen Euro im Jahr. Die Borussia will die Zahl der erfahrenen Spieler mit Führungsqualitäten im Kader erhöhen. Angesichts der Lage der Mannschaft in der Bundesliga-Tabelle kann der Klub nicht mit teuren Transfers rechnen, denn der Einzug von Borussia Dortmund in die Champions League ist derzeit fraglich