Jetzt sitzt er, der achtjährige Bub, plötzlich im Religionsunterricht der anderen. Mittendrin und doch außen vor. Denn eigentlich hat ihn seine Mutter abgemeldet, "weil ich nicht möchte, dass er mit Religion zu tun hat, solange er ein Kind ist", schrieb sie dem STANDARD: "Er kann später, wenn er älter ist, selbst über Religion entscheiden." Aufgrund Corona-bedingter Änderungen des Schulalltags muss ihr Sohn nun im selben Klassenzimmer bleiben, in dem die anderen Kinder religiös unterwiesen werden. In diesem Setting werde ihr Kind aber "passivem" Religionsunterricht ausgesetzt, kritisiert die Mutter diese Lösung. Corona hin oder her.