Austria

Von Kirchdorf in die Welt: Im Namen der Badehose

Christian Resl entspricht nicht unbedingt dem Bild eines hippen Start-up-Gründers, der im Privatfernsehen in zwei Minuten zwei Millionen von Strabag-Chef Hans-Peter Haselsteiner oder Runtastic-Co-Gründer Florian Gschwandtner abstauben will. Seine Geschäftsidee könnte das nahelegen: ein Onlineshop, der Herren weltweit mit Badehosen, Unterhosen, Geldbörsen, Krawatten und Hosenträger versorgt. Nur: Start-up ist die Firma Beach11 längst keines mehr. Christian Resl hat sich seine Vertriebsseite badehosen.com vor 20 Jahren gesichert und vor 16 Jahren seine Firma gegründet.

Der 60-jährige Kirchdorfer, der in Wien Handelswissenschaften studiert, das Programmieren gelernt hat und Englisch, Spanisch, Französisch und Italienisch spricht, erzählt, er habe sich vor 20 Jahren mit einem Freund unterhalten, welche Produkte man online verkaufen könnte. "Der Freund sagte, Badehosen wären gut geeignet. Ich sagte, das sei Blödsinn, habe aber gesehen, dass die Homepage badehosen.com noch nicht vergeben war und habe sie mir gesichert", sagt Resl. Davor hat er schon Krawatten und eine Zeitlang auch Mascherl via Internet vertrieben.

Fast 2500 verschiedene Modelle

Jetzt hat Beach11 fast 2500 verschiedene Badehosen für Männer im Programm. "Ich habe fast alle wichtigen Marken. Und ich kenne keinen Anbieter, der eine so breite Palette hat wie ich", sagt Resl. Das Angebot reicht von Armani über Boss bis Dior, preislich gibt es das Schwimmzubehör in allen Varianten. Alle Badehosen, die er anbietet, lagern in Kirchdorf, wo Resl mit zwei Mitarbeiterinnen das kleine Unternehmen betreibt, das Badehosen in die ganz Welt schickt. Die Seite gibt es in sechs Sprachen (jene, die Resl selbst spricht, und Polnisch). Ein nicht unwichtiger Markt sind Australien und Neuseeland ("Die Auswahl in den Geschäften ist überschaubar"), der wichtigste Markt für Resls Firma ist aber Deutschland.

Er habe sich bewusst auf Männer-Badehosen beschränkt. Die Retourquote beträgt nur 15 Prozent. "Bei Damenbademode kommen 90 Prozent zurück. Das habe ich nach kurzer Zeit wieder bleiben lassen", sagt Resl. Dafür wachse der Geschäftszweig Herren-Unterwäsche. Derzeit sogar sehr stark. Während in der Lockdown-Phase der Badehosen-Umsatz um 20 Prozent gesunken ist, stieg der Umsatz mit Herrenunterhosen in Südeuropa um 150 Prozent. Fast könnte man sagen, die Franzosen, Italiener und Spanier haben Slips, Pants und Shorts gehamstert.

Bei der Badehosen-Nachfrage halten sich die drei Varianten die Waage. 12.000 Badehosen vertreibt Resl im Jahr. Derzeit ist Hochsaison. Er bietet nicht nur über den eigenen Shop an, den er auf Google bewirbt, sondern auch über Amazon. Dort erreiche man die Masse, befinde sich aber auch in Konkurrenz mit Amazon, das bei den Topsellern sehr preisaggressiv vorgehe. Resl bleibt gelassen: "Wenn man sich an die Regeln hält, ist der Vetriebskanal ok. Und ich punkte über die Vielfalt, nicht über den Preis."

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