Austria

Vier Millionen für Kärntner Skigebiet Simonhöhe

Seit Jahren will Eigentümer Johann Scheiber seinen 120 Hektar großen Grund auf der Simonhöhe verkaufen - doch so leicht ist das nicht. Der 92-Jährige verlangt vier Millionen Euro und Interessenten wären auch bereit, diese Summe zu zahlen. Uneinigkeiten mit der Gemeinde St. Urban verkomplizieren die Lage allerdings.

In den 120 Hektar enthalten sind Skigebiet, Gasthof samt Trinkwasserversorgung, Parkflächen, Teiche für Beschneiungsanlagen, 4000 Quadratmeter Bauland sowie eine Eigenjagd.

Immer wieder klopfen Interessenten bei Scheiber an - zu einem Abschluss ist es jedoch nie gekommen. Das stört den 92-Jährigen, der das Skigebiet aufgebaut hat: „Wenn man mich ließe, würde ich weiterentwickeln. Aber ich werde fast dazu gezwungen aufzuhören. Das ist seelisch belastend.“ Damit spricht er die Schwierigkeiten mit der Gemeinde an.

Belebung für Skigebiet Simonhöhe
In den letzten Jahren lief der Betrieb der St. Urbaner Skilift GmbH - die zu 93,1 Prozent der Gemeinde und zu 6,1 Prozent Scheiber gehört - zunehmend schlechter. Es ist zu warm, um die Schneekanonen durchgehend laufen zu lassen. Die Betriebstage wurden gekürzt, der einzige Sessellift abgebaut. Kinderskikurse alleine reichen wirtschaftlich nicht mehr aus.

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Die Gemeinde redet von Gesund-Schrumpfen, aber für mich ist das ein Zugrund’- Schrumpfen. Ich bin überzeugt, dass das ein Gebiet ist, wo es sich lohnt zu investieren.

Johann Scheiber, Eigentümer Simonhöhe

FPÖ-Bürgermeister Dietmar Rauter wäre zwar bereit für Investitionen, aber zuerst müsse man wissen, wie es künftig weitergehen soll: „Je länger diese Verkaufssituation dauert, desto eher laufen wir Gefahr, den Betrieb einstellen zu müssen. Die Lifte sind 40 Jahre alt. Für uns ist das eine Tragödie.“

Skifahren auf der Simonhöhe: Positives Zeichen
Dass die heurige Saison bald startet, hält Scheiber für ein positives und hoffnungsvolles Zeichen. Doch auch der Sommer sorgt für Kopfzerbrechen: Rauter will einen Slowtrail zum Biken samt Liftbetrieb - Scheiber stellt sich Reit- und Wander-Angebote vor.

Lässt sich kein Käufer finden, der bereit wäre, die von Scheiber geforderten vier Millionen Euro zu zahlen, sehe er sich gezwungen, seinen Besitz aufzustückeln. 

Clara Milena Steiner