Austria

Verwirrspiel an der Uni Innsbruck geht weiter

Mit Bernhard Fügenschuh (Lehre und Studierende) und Wolfgang Meixner (Personal) seien laut Insidern zwei von vier Vizerektoren bereits vor der Ausschreibung der Posten festgestanden. Und tatsächlich: Fügenschuh wurde am Mittwoch vom Universitätsrat, der die endgültige Entscheidung über hat, in seinem Amt wieder bestätigt.

„Die Amtsperiode endet am 29. Februar 2020“
Doch für eine Überraschung sorgte die Entscheidung über das Vizerektorat für Personal. „Der Vorschlag des Rektors, den bisherigen Vizerektor Wolfgang Meixner zu verlängern, fand im Universitätsrat keine Mehrheit“, heißt es.

„Die Amtsperiode von Meixner, der als bisheriger Vizerektor für Personal für die rund 5000 Angestellten zuständig war, endet am 29. Februar 2020. Das ist viel zu kurz, um einen Nachfolger zu finden. Die Stimmung ist ziemlich aufgeladen“, verrät ein Insider und ergänzt: „Meixner selbst ist erleichtert, dass nun endlich eine Entscheidung gefallen ist. Er nimmt die Sache so hin, wie sie ist, wünscht sich einen sauberen Abschluss und wird vermutlich in seine alte Position an der Uni Innsbruck zurückkehren.“

Das heißt, dass die Funktion des Vizerektors für Personal neu ausgeschrieben wird, sowie auch jene für Infrastruktur. Womit wir bei der nächsten Causa wären.

Doch kein Vizerektorat für Digitalisierung
„Das bisherige Vizerektorat für Infrastruktur wird ersetzt durch ein Vizerektorat für Digitalisierung und Standortentwicklung. Dies ist den Herausforderungen der Zukunft geschuldet und zeigt, dass die Standortentwicklung eine immer stärkere Rolle im regionalen und im internationalen Wettbewerb spielt. Da die bisherige Vizerektorin auch nicht mehr für das Amt zur Verfügung stand, war und ist es sinnvoll, hier einen neuen bzw. erweiterten Schwerpunkt zu setzen“, sagte Mitte November Pressesprecher Uwe Steger der „Krone“.

In der Uni-Aussendung am Mittwoch Abend hieß es dann aber plötzlich: „Das geplante Vizerektorat für Digitalisierung und Standortentwicklung wurde in Absprache mit Senat und dem Rektor wieder in ein Vizerektorat für Infrastruktur umgewandelt.“ Aus diesem Grund ist eben auch eine Neuausschreibung nötig.

„Die Situation ist undurchsichtig“
Doch warum rudert man nun wieder zurück? Die „Krone“ hat im Pressereferat der Universität Innsbruck nachgefragt, eine Stellungnahme blieb bis Redaktionsschluss jedoch aus. „Die Situation ist völlig undurchsichtig geworden. Offiziell hat es geheißen, der Rat verlange die Umbenennung des Vizerektorats. Doch nun ist plötzlich eine Mehrheit im Rat dagegen, weil man gesehen hat, dass dies nichts bringt“, betonen die Insider.