Austria

Veranstalter-Fusion ist fix: Eventim übernimmt Mehrheit an Barracuda

© APA/HERBERT P. OCZERET

Der Deal zwischen dem deutschen Event-Riesen und dem Nova-Rock-Veranstalter ist auch vom Kartellamt gebilligt.

Der Deal ist fix: Der deutsche Großveranstalter CTS Eventim übernimmt 71 Prozent an der österreichischen Barracuda Holding, der Veranstaltungsfirma hinter den Festivals Nova Rock, Frequency und Lovely Days. Wie der KURIER berichtete, war die Fusion seit längerem angebahnt worden, musste aber noch von der deutschen Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) gebilligt werden. Dies ist nun geschehen, die die APA vermeldet.

Das  im März 2019 neu gebündelte Veranstalter-Netzwerk Eventim Live umfasst schon jetzt 26 Promotoren in 10 europäischen  Ländern, die – von Norwegen bis Spanien –  in Summe 27 Festivals und gut 5.000 Livekonzerte mit zehn Millionen Besuchern veranstalten. Die Konzentration in der Branche macht es für vergleichsweise kleinere Player schwieriger, die Gagen großer Acts zu stemmen.

An der Tätigkeit von Barracuda Music in Österreich ändert sich mit der Übernahme von 71 Prozent durch CTS Eventim nichts. Das betonte Ewald Tatas, Chef von Barracuda Music. Es habe auch keine Auflagen, die konkret das Booking- und Veranstaltungsgeschäft betreffen, gegeben. „Wir stehen weiterhin für alles, was wir auch bis jetzt verkörpert haben“, so Tatar in einer Aussendung.

Ausschlaggebend für die Partnerschaft mit Eventim sei gewesen, dass die handelnden Personen glaubhaft versichert haben, nichts am Team von Barracuda verändern zu wollen. „Genau dieser Umstand war auch für uns die absolute Voraussetzung“, sagte Tatar. „Es widerstrebt mir zutiefst, uns womöglich nur als Durchführer von Konzerten, aus der Ferne gesteuert zu sehen und am Ende auf einer Payroll zu stehen. Meine Vorstellungen haben sich perfekt mit jenen von CTS Eventim gedeckt.“

Verkauft wurde zu einem Preis, „der für dieses Unternehmen und seine bisherige Geschichte gerechtfertigt ist“, betonte Tatar. Für die Konzerte von Barracuda in Österreich und für Festivals wie dem Nova Rock bedeute der Deal, „dass es so weitergeht wie bisher“. Die neue Partnerschaft werde auch kein Grund für höhere Ticketpreise sein, so Tatar.