Austria

Umsatzstarkes Halbjahr an der Börse

Auch an der Wiener Börse machte sich die rege Handelstätigkeit bemerkbar.
Auch an der Wiener Börse machte sich die rege Handelstätigkeit bemerkbar. (c) Bloomberg (Akos Stiller)

Dem Broker Flatex flogen die Kunden zu, in Wien ist nur der ATX unten.

Wien. Der am Jahresende 2019 starke Anstieg der Börsen hat das Interesse der Kleinanleger geweckt. Der darauffolgende Corona-Crash noch mehr. Schon in der Hochphase der Coronakrise berichteten zahlreiche Online-Broker darüber, dass ihnen die Kunden die Türen einrannten. Daran dürfte sich auch im jüngst zu Ende gegangenen ersten Halbjahr nichts geändert haben.

Der Broker Flatex veröffentlichte am Donnerstag Zahlen über die ersten beiden Quartale. Es zeigt sich: Die Neukunden wuchsen um rund 240 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Transaktionen stieg ebenfalls gewaltig. Um 152 Prozent auf 37,6 Mio. Trades. Damit wickelte man deutlich mehr Transaktionen ab als im gesamten Vorjahr, teilte der Anbieter mit. Zu Flatex gehört auch der Billigbroker Degiro, den man zur Gänze übernehmen möchte. Nach Abschluss des Deals wird das Unternehmen dann zu einem der größten Online-Broker Europas aufsteigen.

Umsätze wie seit 2010 nicht

Auch an der Wiener Börse machte sich die rege Handelstätigkeit bemerkbar. Die Umsätze konnten im ersten Halbjahr um mehr als ein Fünftel auf rund 39 Mrd. Euro zulegen, teilte man am Donnerstag mit. Mit rund 6,53 Mrd. Euro lag der durchschnittliche Monatsumsatz in Wien auf dem höchsten Stand seit dem Jahr 2020.

Als die umsatzstärksten österreichischen Aktien erwiesen sich Erste Group, OMV und Raiffeisen Bank International. Auf Rang vier und fünf landeten Voestalpine und Verbund. Über 85 Prozent der Aktienumsätze an der Börse kamen von internationalen Handelsteilnehmern. Diese hatten schon in den Vergangenheit stets die Oberhand.

Auch zapften mehr Unternehmen den Kapitalmarkt an. Die Zahl der neu an der Börse gelisteten Anleihen verdreifachte sich im Jahresvergleich. Seit Jänner gab es 1.020 neue Bond-Listings, 676 davon stammten von internationalen Investoren, wie etwa der spanischen Bank BBVA.

Der Punktestand im ATX ist allerdings weniger rekordverdächtig: er lag um 30 Prozent unter dem Niveau von Jahresbeginn. (nst/ag.)

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