Austria

Tragödie verhindert: Nachbar löschte Brand in Einfamilienhaus

Die Tochter der Familie schlief im Obergeschoss und bemerkte die Flammen nicht. Zwei Feuerwehren standen im Einsatz.

Dem beherzten Eingreifen eines Nachbarn war es zu verdanken, dass ein Brand einer Steckdose in einem Einfamilienhaus in Ebreichsdorf, Bezirk Baden, nicht in einer Tragödie endete.

Donnerstagnachmittag bemerkte der Anrainer einen Brand auf der Terrasse der Nachbarsfamilie. Aus einer Steckdose in der Fassade des Einfamilienhauses schlugen plötzlich Flammen. Der Mann zögerte nicht und eilte zur Hilfe: Mit einem auf der Terrasse liegenden Pullover gelang es ihm, die Flammen zu ersticken und so den Brand zu löschen. Gleichzeitig alarmierte der Anrainer die Feuerwehr.

Als die Einsatzkräfte der Feuerwehren Ebreichsdorf und Unterwaltersdorf eintrafen, war der offensichtliche Brand bereits gelöscht. Die Feuerwehr musste jedoch Teile der Fassade öffnen, da sich der Schwellbrand bereits ausgebreitet hatte. 

Vater weckte Tochter

Da auf das Klopfen der Feuerwehr niemand reagiert hatte, dachten die Einsatzkräfte zunächst, dass die Bewohner des betroffenen Hauses nicht zu Hause seien. Eine Fehlannahme. Denn die Tochter schlief im Obergeschoss und bemerkte von dem Einsatz nichts. Die Jugendliche wurde erst durch einen Anruf ihres Vaters geweckt.

„Wir wollten uns gerade über ein Fenster Zutritt zum Haus verschaffen, als die Tochter der Familie die Tür öffnete“, berichtet Einsatzleiter Michael Ditzer. „Das Haus war im Erdgeschoss bereits stark verraucht und der Rauch hatte sich bereits auf den ersten Stock ausgebreitet.“

Die Jugendliche hatte großes Glück, denn wäre der Brand nicht vom Nachbarn entdeckt und gelöscht worden, hätte es dramatisch enden können. Auslöser dürfte ein Kurzschluss einer Steckdose auf der Terrasse gewesen sein.