Austria

Torspektakel im österreichischen Trainer-Duell

Eintracht Frankfurt gewinnt das Spitzenspiel und nähert sich mit großen Schritten der ersten Champions-League-Teilnahme.

Das Duell der österreichischen Trainer in der deutschen Fußball-Bundesliga hat Adi Hütter gegen Oliver Glasner und den VfL Wolfsburg für sich und Eintracht Frankfurt entschieden. Die Eintracht siegte am Samstag zu Hause 4:3 und verkürzte den Rückstand auf den Dritten Wolfsburg auf einen Punkt. Leader Bayern München trennte sich von Union Berlin mit einer bunt zusammengewürfelten Elf - David Alaba wurde in der 58. Minute eingetauscht - 1:1. Leipzig gewann in Bremen 4:1.

Den letzten Treffer in der Partie steuerte ÖFB-Teamspieler Marcel Sabitzer bei. Der Steirer hatte auch schon vorher seine Beine entscheidend im Spiel gehabt: Beim 1:0 durch Dani Olmo (23.) war der vorletzte Pass von Sabitzer gekommen. Konrad Laimer fehlte beim Tabellenzweiten, der nun fünf Punkte hinter Bayern liegt, weiter verletzungsbedingt. Bei den Bremern spielte Marco Friedl durch, Romano Schmid kam ab der 68. Minute zum Einsatz.

Bayern-Trainer Hansi Flick ließ gegen Union überraschend Josip Stanisic und Tiago Dantas beginnen, für Abwehrspieler Stanisic war es das Bundesliga-Debüt. Der Trainer rotierte zwecks Belastungssteuerung drei Tage vor dem Viertelfinal-Rückspiel der Champions League bei Paris Saint-Germain, in dem die Bayern nach ihrer 2:3-Niederlage noch den Aufstieg schaffen wollen. Auch Jamal Musiala, Javi Martinez und Bouna Sarr liefen zu Beginn auf, neben Alaba saßen Leroy Sane und Benjamin Pavard zunächst auf der Ersatzbank. Dazu fehlten zahlreiche Stars wegen Verletzungen, Sperren oder - wie im Fall von Serge Gnabry - nach einem positiven Coronatest.

Nach einer unterhaltungsarmen ersten Hälfte brachte auch die Einwechslung von Alaba, der im defensiven Mittelfeld Position bezog, Bewegung in die Partie. Nach einer Pavard-Flanke konnte Union nicht entscheidend klären, nach Müller-Vorlage und einem schönen Haken schoss Musiala in der 68. Minute aus fünf Metern zum 1:0 ein. Doch nach einem schnellen Gegenstoß glückte Marcus Ingvartsen (86.) noch der Ausgleich. Für die Berliner, bei denen Christopher Trimmel durchspielte, ging es vorerst auf Platz sieben in der Tabelle.

Beim Torfestival in Frankfurt sah Stefan Ilsanker vor dem 2:2-Ausgleich im Abwehrzentrum nicht gut aus. Bei der Offensivstärke der Hütter-Elf - Luka Jovic, Daichi Kamada und Andre Silva trafen - fiel das aber letztlich nicht ins Gewicht. Der Salzburger war bei der zweitbesten Rückrunden-Mannschaft über die Matchdauer im Einsatz, bei Wolfsburg quittierte Xaver Schlager in der 89. Minute seinen Dienst.

Borussia Mönchengladbach trotzte der abstiegsgefährdeten Hertha aus Berlin auswärts mit einem Mann weniger ein 2:2-Remis ab. Torhüter Yann Sommer hatte bereits in der 13. Minute nach einem misslungenen Ausflug die Rote Karte gesehen. Stefan Lainer spielte durch, Valentino Lazaro kam in der 61. Minute aufs Spielfeld.

(APA)

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