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Terrasse und Balkon: Welcher Boden passt?

© Getty Images/iStockphoto/Muenz/IStockphoto.com

Holzdielen, Steinplatten oder Kunststoff? Der Boden für Terrasse oder Balkon muss viele Kriterien erfüllen. Ein Überblick.

Während sich der April gerade von seiner launischen Seite zeigt, ist der Frühling bereits eingezogen. Wer in der glücklichen Lage ist, einen Balkon oder eine Terrasse zu besitzen, macht sich spätestens jetzt daran, diesen Kraftort wieder sommerfit zu machen. Oft reicht eine Grundreinigung, doch wenn ein völlig neuer Bodenbelag her muss, stellen sich einige Fragen: Holz oder Stein, Natur oder Kunststoff, wie groß ist das Budget und was sind die Erwartungen an den Boden? Alle Terrassenbeläge haben Vor- und Nachteile in Sachen Optik und Haptik, Haltbarkeit und Preis. Wofür also entscheiden? Maitreya Dittmers von Stone Naturelle rät: „Der persönliche Geschmack ist sicher der wichtigste Aspekt, da man sich in seinem Outdoorbereich wohlfühlen und seine individuellen Vorlieben verwirklichen möchte. Ganz nach Belieben kann die Terrasse daher modern, rustikal, mediterran oder behaglich gestaltet werden.“ In allen Fällen können mehrere Wege zum Ziel führen. Ein Überblick.

Klassiker Naturstein

Terrassenbeläge aus Naturstein sind ein beliebter Klassiker. Die Vorteile sind ganz klar: Steine halten sehr lange, sie sind enorm belastbar und dabei pflegeleicht. Die Möglichkeiten sind zudem vielfältig. Egal ob heller Sandstein, rustikaler Travertin, dunkler Schiefer oder bläulich schimmernder Kalkstein – eine Natursteinterrasse ist sehr edel und dabei individuell. Für jeden Gartenstil finden sich die passenden Natursteinplatten. Doch nicht für jede Terrasse ist das die beste Wahl, denn Steine sind schwer und der Einbau ist bei erhöhten Terrassen mit einem hohen Aufwand verbunden. Bei Kalkstein sollte man auf ausreichende Frosthärte achten und für schattige Plätze ist Granit gut geeignet, da er nicht so leicht vermoost – im Gegensatz zu Travertin, der eher in sonnige Lagen sollte. Naturstein-Expertin Dittmers empfiehlt zusätzlich „eine Imprägnierung des Steins. Dieser Schutzfilm lässt dank des Nano-Effekts Flüssigkeiten und Fette an der Oberfläche abperlen. Idealerweise wird die Imprägnierung direkt nach der Verlegung aufgetragen.“

Langlebig und beliebt: Holzdielen

Das Naturmaterial Holz ist auch als Terrassenbelag sehr beliebt. Holz strahlt Gemütlichkeit aus und ist in seiner Maserung abwechslungsreich und lebendig. Selbst bei starker Sonneneinstrahlung heizt es sich nicht auf, sondern bleibt angenehm warm und ist daher auch barfuß gut begehbar. Aber: Vor allem heimische Holzarten neigen zur Splitterbildung. Bei Haltbarkeit und Pflegeaufwand unterscheiden sich die verschiedenen Hölzer ebenfalls. Bodenspezialist Thomas Jung, Geschäftsführer von Wohngesund, rät deshalb: „Bei der Entscheidung für die richtigen Holzart kommt es vor allem auf die jeweiligen Bedürfnisse an.“ Die beliebte Lärche ist zwar günstig, aber nicht sehr langlebig. Nach 5 bis 8 Jahren muss der Boden erneuert werden. Tropische Hölzer hingegen sind wesentlich robuster. „Besonders beliebt sind die sogenannte Diamantnuss oder Ipe, sowie der Cumaru (Tonka Nuss), die eine gute Barfußtauglichkeit und Langlebigkeit besitzen“, so Jung. Die Langlebigkeit ist es auch, die den weiten Weg der Hölzer aus Übersee rechtfertigen. Thermisch behandelte Hölzer wie Esche oder Kiefer werden zwar robuster gemacht, sollten aber regelmäßig geölt werden, um die Graufärbung des Holzes zu verhindern.

Für Unentschlossene ist vielleicht das Feinsteinzeug die Lösung. Die bei hohen Temperaturen gebrannten Fliesen sind unempfindlich und witterungsbeständig. Zudem sind sie in beliebiger Optik erhältlich: Die Oberflächen der Fliesen können Naturstein, Beton oder Holz optisch erstaunlich gut nachahmen. Einzig in der Haptik kann das Feinsteinzeug nicht mit dem Original mithalten. Selbes gilt auch für WPC-Dielen, die zwar aussehen wie Holz, aber sich zum Beispiel in der Sonne stark erhitzen. Worauf die Wahl auch fällt: Dem Sommer auf Balkonien steht bei allen Reisebeschränkungen nichts im Weg.

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