Austria

Telekom-Austria-Betriebsrat im Streit mit Vorstand

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Forderung nach gleichem Lohnanstieg wie bei der Konkurrenz und im öffentlichen Dienst. Betriebsratschef: "Alles ist möglich."

Sechs Verhandlungsrunden haben bei der Telekom Austria noch zu keinem neuen Kollektivvertrag für 2020 geführt. Betriebsratschef Werner Luksch drohte nun in einer Aussendung mit "Betriebsversammlungen, Demonstrationen und...das alles noch im Jahr 2019", falls es in der nächsten Runde am Montag keine Einigung "spürbar über der Inflationsrate" gibt.

Laut Luksch bietet die Telekom Austria bisher im Schnitt zwei Prozent mehr Geld für Angestellte und 1,3 Prozent mehr für Beamte. Die Personalvertretung fordert hingegen die gleiche Lohnerhöhung für alle - und das zumindest in gleicher Höhe wie für alternative Telekomanbieter und den öffentlichen Dienst, die jeweils 2,3 Prozent mehr Geld bekommen.

Weniger Personal

Es sei unverständlich, dass bei der Telekom Austria so viele Verhandlungsrunden nötig seien, sagte Luksch. Die alternativen Betreiber hätten in nur zwei Runden eine Einigung erzielt. Immerhin sei die Telekom Austria Marktführer in Österreich und die Arbeit werde geleistet, obwohl jährlich rund 400 Arbeitsplätze nicht nachbesetzt würden.

Laut Aussendung sagt Luksch zu einem möglichen Streik: "Wenn es einen geben sollte, dann ist dafür ein Vorstand verantwortlich, dem offenbar alles wichtiger ist, als zufriedene und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."