Austria

Streit um Krone geht weiter: Funke und Benko verkaufen nicht

Jüngstes Schiedsgerichtsurteil wird angefochten wegen "schwerer Unregelmäßigkeiten"

von Philipp Wilhelmer

Der Streit um die Vorherrschaft in der Kronen Zeitung geht weiter. Sowohl die deutsche Funke Mediengruppe als auch Rene Benkos Signa schließen kategorisch aus, Anteile an den Gesellschaften der Krone zu veräußern. Damit erteilen sie dem anderen Hälfteeigentümer der Kronen Zeitung, der Familie Dichand eine Abfuhr. " Funke und Signa stehen diesbezüglich auch nicht für Gespräche zur Verfügung", so ein Statement der beiden. Auch die Anteile an KURIER (hier hat Raiffeisen die Mehrheit) oder an der Mediaprint stehen demnach nicht zur Debatte.

Schiedsgericht nicht anerkannt

Die juristischen Streitereien zwischen Dichands und ihren Co-Eigentümern gehen unterdessen in eine weitere Verlängerung: Das von einem Schweizer Schiedsgericht am 20. Mai gefällte Schiedsurteil werde "vor den nunmehr zuständigen ordentlichen Gerichten angefochten". Als Grund führen Funke und Signa an, dass es bei dem Schiedsverfahren  "schwerwiegenden Unregelmäßigkeiten" gegeben habe.

Wer hat die Mehrheit?

Funke und Signa sind der Meinung, über eine Mehrheit an der Krone zu verfügen. Das deutsche Kartellamt habe dies bereits im Februar anerkannt, so Funke und Signa. Sobald dies auch in Österreich über die Bühne geht, "streben die Gesellschafter den weiteren Ausbau ihrer heute schon vorhandenen Stimmenmehrheit an". Die Dichands bestreiten die Stimmenmehrheit.

Einstieg 2018

Benko war Ende 2018 über die Funke Gruppe bei Krone und KURIER eingestiegen. Die Funke Gruppe hat ihre beiden Österreich-Beteiligungen in der WAZ Ausland Holding GmbH gebündelt, von der Signa 49 Prozent übernahm.

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