Austria

"Strändekrieg" spaltet Italien

Der von der Coronavirus-Krise schwer belastete italienische Tourismus kämpft um jeden Urlauber. So ist ein "Strändekrieg" zwischen Nord- und Süditalien ausgebrochen. Für Empörung sorgte die Werbekampagne einiger Badeortschaften in der süditalienischen Region Kalabrien, die im Spot auf die Sicherheit ihrer Strände im Gegenteil zu jenen Norditaliens setzten.

Im Spot werden übervölkerte Strände in Norditalien gezeigt, von Jesolo über Rimini bis Rapallo. "Mit der Epidemie in Norditalien wird der Massentourismus mit seinen verheerenden Auswirkungen auf die Umwelt nicht mehr möglich sein", hieß es.

Im Gegenteil zu Norditalien, wo eine "selbstmörderische Umweltpolitik" erlaubt hat, dass "tausende Menschen am Smog sterben", sei Respekt und Schutz der Natur im Süden eine Realität, so der Werbespot. Dabei wurden die Strände einiger Ortschaften Kalabriens gepriesen, wo Distanzierung und Nachhaltigkeit im Gegensatz zu den Badeortschaft Norditaliens möglich seien.

"Es ist nicht fair"

Die Werbekampagne löste die empörte Reaktion des Präsidenten der Region Venetien, Luca Zaia, aus. "Wir werden als Küste des Covid-19 und der Umweltverschmutzung beschrieben. Es ist nicht fair zu behaupten, dass hier die Menschen an Feinstaub sterben. Wie kommt es, dass die Strände Kalabriens schön, aber leer sind, dafür wird es Gründe geben", kommentierte Zaia.

Mario Conte, Präsident der Gemeinden Venetiens, erklärte, dass er auf Facebook die Entschuldigungen hunderter kalabresischer Bürger für das Video erhalten habe. "Man darf die Coronavirus-Krise nicht zu Profitzwecken nutzen. Die Tragödie, die wir erlebt haben, sollte Italien vereinen und nicht spalten", so Conte.

Easyjet-Video löste hitzige Reaktionen aus

Die Hoteliervereinigung von Reggio Calabria ging auf Distanz. "Wir wollen für unsere Region nicht auf Kosten anderer werben", kommentierte der Hotelierverband.

Eine Werbung des britischen Billigcarriers "Easyjet" mit herablassendem Inhalt zur süditalienischen Region Kalabrien hatte vergangene Woche für Empörung in Italien gesorgt und die Fluggesellschaft in Verlegenheit gebracht. Auf der italienischen Webseite der Airline wurde Kalabrien als Region mit wenigen Touristen beschrieben, aufgrund der hier verankerten Mafia und der häufigen Erdbeben. Die Werbung löste hitzige Reaktionen aus. Als "rassistisch, beleidigend und kurzsichtig", bezeichnete die Präsidentin der Region Kalabrien, Jole Santelli, den Spot.

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