Austria

Stelzer: „Wir haben jetzt ganz ernste Situation!“

„Krone“: Was muss jetzt im Vordergrund stehen? Die Gesundheit, oder doch die Wirtschaft, aus der immer mehr Rufe nach Öffnung kommen?
Thomas Stelzer: Klar ist, wir haben jetzt mit dieser britischen Mutation eine ganz, ganz ernste Situation, die vielleicht noch gar nicht so sehr in der Breite in der Empfindung angekommen ist. Die Gesundheitslage in den Griff zu bekommen, ist auch die Grundlage dafür, dass wir wirtschaftlich wieder ordentlich Stärke kriegen. Das kann man nicht voneinander losgelöst sehen.

„Krone“: Haben Sie, trotz Ihrer düsteren Andeutung, Hoffnung, dass wir die Gesundheitslage inden Griff bekommen?
Stelzer: Auf jeden Fall. Ich gehe davon aus, dass wir sie heuer in den Griff bekommen, vor allem auch durch die Impfung.Aber es wird leider noch dauern, so sehr wir uns wünschen, dass es schneller gehen möge. Es wird uns schon noch ein paar Monate ordentlich beschäftigen. Der Impfstoffnachschub ist noch ziemlich limitiert.

„Krone“: Ich empfinde es momentan so: Es kommt immer noch schlimmer, als man denkt.
Stelzer: Ja, man macht ein paar Schritte, glaubt, es geht voran - und dann steht die nächste Hürde vor einem, die man noch nicht gesehen hat. Natürlich zehrt’s auch an mir, so wie’s an jedem zehrt, diese ganz ungewohnte Lebenssituation.

„Krone“: Apropos Hürden: Wie sehen Sie die gewaltigen Probleme beim Anmelden für die Impfung der ab 80-Jährigen?
Stelzer: Das ist bitter! Wir können uns wirklich nur entschuldigen, und es ist ein totaler Schmarrn, dass das passiert ist. Ich kann das überhaupt nicht beschönigen. Am Ende des Tages ist es dann Gott sei Dank gelaufen, es ist ja niemand ferngehalten worden, aber es hat nicht so funktioniert, wie es angekündigt wurde. Und das darf auch nicht mehr passieren.

„Krone“: Wird es landesinterne Konsequenzen geben? Disziplinär, personell, organisatorisch?
Stelzer: Jetzt sind wir mal dahinter, gemeinsam mit Gemeinde- und Städtebund, dass wir in einer Art rascher, kleiner Taskforce das für das nächste Mal verbessern und schauen, dass es reibungslos läuft. Ich gehe auch davon aus, dass man, wenn wir so große Vorhaben haben, auch Fremdvergaben machen wird, also das ausschreiben und zusätzlich Profis von außen ranlassen. Bisher ist das allein durch die IT des Landes gemacht worden.

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