Austria

Stadt Wien prüft Vorwürfe gegen Pressesprecher

Rathaus-Mitarbeiter soll Ex-Mann seiner Partnerin am Telefon wüst bedroht haben

von Josef Gebhard

Hohe Wellen schlägt die Causa rund um einen Pressesprecher eines hochrangigen Rathaus-Politikers der Opposition, der einen Kontrahenten am Telefon auf das Heftigste bedroht haben soll.

Der Pressesprecher steht, wie berichtet, im Verdacht, dem Ex-Mann seiner Lebensgefährtin mit der Vernichtung seiner wirtschaftlichen Existenz gedroht zu haben.

In einem Telefonat soll er dem Unternehmer unter Betonung seiner beruflichen Stellung erklärt haben, er sei „der Staat“ und werde ihm „jedes Lokal, jede Immobilie zudrehen“.

Das hitzige Wortgefecht am Telefon wurde offenbar aufgezeichnet. Hintergrund des Streits dürften private Meinungsverschiedenheiten gewesen sein.

Mittlerweile liegt gegen den Pressesprecher eine Anzeige wegen gefährlicher Drohung und Amtsmissbrauchs bei der Staatsanwaltschaft Wien vor, wie deren Sprecherin Nina Bussek bestätigt.

Auf Tauchstation

Der Verdächtige selbst war auch am Dienstag für keine Stellungnahme erreichbar. Nach KURIER-Informationen befindet er sich gerade auf Urlaub – und zwar ganz unabhängig von der aktuellen Causa, wie es heißt. Sein Facebook-Profil hat der langgediente Mediensprecher mittlerweile gelöscht.

Beim Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien, zu der die Pressesprecher der Stadtregierung organisatorisch gehören, kennt man die Causa bis dato nur aus den Medien. „Es handelt sich um schwere Vorwürfe, denen nachgegangen werden muss“, betont Abteilungsleiter Martin Schipany. Über mögliche Konsequenzen für den Sprecher kann er sich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht äußern.

Behörden wortkarg

Die Entscheidung, ob der Mann seinen Job behält, liegt letztlich bei der Magistratsdirektion der Stadt Wien. Dort wollte man sich am Dienstag nicht zu der brisanten Angelegenheit äußern. Es ist aber davon auszugehen, dass auch sie eine Prüfung der Sachlage durchführen wird.

Offen ist derzeit auch noch, wie jener Rathaus-Politiker, für den der Mann die Öffentlichkeitsarbeit erledigt hat, mit dem heiklen Fall

umgeht. Er werde mit der Magistratsdirektion zur Bestimmung der weiteren Vorgehensweise ein Gespräch führen, lässt er ausrichten. „Wichtig ist jedenfalls, dass die Angelegenheit restlos aufgeklärt wird“, heißt es gegenüber dem KURIER.

Football news:

Georginho ist unzufrieden, dass er in Chelsea wenig spielt. Sarri will ihn zu Juventus einladen
Die verrückte Geschichte eines Schiedsrichters, der die Regeln vergessen hat und 16 zusätzliche Elfmeter gesetzt hat. Alles wegen der neuen Regeln der Serie
Havertz hat Bayer mitgeteilt, dass er gehen will. Chelsea ist bereit, dafür 70+30 Millionen Euro zu zahlen
Spartak Moskau-Lokomotive: wer gewinnt?
Raphael Leau über den Sieg gegen Juve: alle Milan-Spieler kämpften um jeden Ball
Griezmann bleibt für die nächste Saison in Barcelona
Cristiano über die Niederlage gegen Mailand: Kopf hoch, weiterarbeiten!