Austria

SPÖ drängt auf sofortige Steuerreform

SPÖ-Chefin Rendi-Wagner fordert neuerlich: kleine und mittlere Einkommen entlasten, dafür Erbschaften und Vermögen besteuern.

Die SPÖ will eine sofortige Steuerreform, damit die Krisenkosten nicht bei den Falschen ankommen. Das machten Parteichefin Pamela Rendi-Wagner und Finanzsprecher Kai Jan Krainer bei einer Pressekonferenz am Freitag klar. Einerseits sollen kleine und mittlere Einkommen entlastet werden, andererseits Steuern auf Millionen-Erbschaften und -Vermögen eingeführt werden. "Das Mindeste" wäre für Rendi-Wagner, dass Online-Konzerne als Krisengewinner eine Sonderabgabe leisten.

Krainer verwies darauf, dass bei der Einkommensverteilung in Österreich ein Drittel auf Kapital entfalle, bei den Steuern aber nur 15 Prozent. Der ÖVP warf er vor, dieses kleine Tortenstück noch einmal verkleinern zu wollen. Damit bezog sich der Finanzsprecher auf am Rande des U-Ausschusses bekannt gewordene Überlegungen unter Türkis-Blau, die Stiftungsbesteuerung zu begünstigen.

Über elf Milliarden Euro hätte der Steuerentfall ausgemacht, rechnete Krainer vor. Das sei mehr Geld, als pro Jahr etwa für Bildung ausgegeben werde.

Rendi-Wagner meinte, es brauche dringend eine Wende in Richtung mehr Gerechtigkeit. Es werde sich nicht ausgehen, dass jene, die schon jetzt den Löwenanteil an Steuern zahlen - also Arbeitnehmer, Pensionisten, aber auch Selbstständige - "die dicke, fette Rechnung für die Krisenkosten bezahlen". In diesem Zusammenhang warnte die SPÖ-Chefin auch vor der in der ÖVP erwogenen Senkung der Körperschaftssteuer.

Ohnehin seien die Schieflagen in der Coronakrise noch einmal verschärft worden, findet Rendi-Wagner. Die 15 reichsten Österreicher hätten im Vorjahr ihr Vermögen um 30 Prozent steigern können. Das entspreche einem Zuwachs von 27 Milliarden Euro.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Football news:

Ronaldo und Messi haben die sozialen Netzwerke PSG und Manchester United in den Raum gestellt, allein in den ersten drei Tagen haben sich fast 15 Millionen Menschen für Paris angemeldet
Laporte-Barça-Fans: Bleiben Sie ruhig, wir werden alle Probleme lösen. Der Präsident des FC Barcelona, Joan Laporte, appellierte an die Fans nach dem Spiel der 5. Runde von La Liga
Roy Keane: Kanes Körpersprache, sein Spiel... Ich fürchte, es ist ein leichter Kater nach dem Sommer
Ferdinand über Sulscher: Ich bin sein größter Fan, er kontrolliert alles. Ich habe keinen Anspruch auf jemanden bei Manchester United
Chelsea war bereit, bis zu 100 Millionen Euro für Marquinhos im Sommer anzubieten. PSG und Spieler lehnten Verhandlungen ab-Chelsea versuchte, PSG-Verteidiger Marquinhos im Laufe des Sommer-Transferfensters zu unterschreiben. Wie RMC Sport unter Berufung auf eigene Quellen in England schreibt, war der Londoner Klub bereit, bis zu 100 Millionen Euro für den PSG-Kapitän anzubieten. Aber weder der Verein noch der Spieler wollten über den Transfer diskutieren. Chelsea wollte das Abwehrzentrum stärken, der Klub wollte, dass Marquinhos und Thiago Silva wieder im Paarkreuz spielen. Der Brasilianer fühlt sich sehr wohl in Paris, und die Aktivität von PSG auf dem Transfermarkt hat nur den Wunsch des 27-Jährigen verstärkt, weiterhin für den französischen Klub zu spielen
Ronaldo Kuman: Barcelona ist jetzt nicht das, was vor 8 Jahren. Es fehlen Spieler, die eins zu eins spielen können
Felix wurde für 2 Spiele disqualifiziert. Er wurde im Spiel mit Atlético Madrid von Mittelfeldspieler João Felix für zwei La-Liga-Spiele disqualifiziert