Austria

Spende für Black-Wings-Nachwuchs oder Geld zurück

„In der Krise hoit ma zam“ - diesem Motto schließen sich auch etliche der treuen Black-Wings-Fans an. Auch wenn aktuell ein Machtkampf zwischen Präsident Peter Freunschlag und den drei Vizepräsidenten einen langen Schatten über Oberösterreichs Eishockey-Topklub wirft, wird gerade jetzt deutlich, wie sehr den Anhängern ihr Lieblingsverein am Herzen liegt.

Die Black Wings haben heute mit der Rückabwicklung des wegen der Corona-Pandemie abgesagten vierten Play-off-Viertelfinales gegen den KAC begonnen. Das Match hätte am Dienstag,dem 10. März,in der Linz-AG-EisArena über die Bühne gehen sollen. Mit ziemlicher Sicherheit vor ausverkauftem Haus. 4865 Fans hätten ihre Mannschaft ins Semifinale „brüllen“ wollen, der Aufstieg war angesichts einer 3:0-Führung gegen den Rekordmeister zum Greifen nah.

Die meisten Tickets gingen im Vorverkauf über den Ladentisch, jetzt gibt es für Kartenbesitzer zwei Möglichkeiten. Die eine ist die Rückforderung des Eintrittsgelds via Klub-Homepage (https://tickets.blackwings.at/refund/refund.html), die zweite gefällt uns besonders gut und wird auch gerne in Anspruch genommen. Fans verzichten auf ihr Geld und lassen es dem Nachwuchs des EHC zukommen. Eine feine Idee. Denn eine starke Jugendarbeit ist ein Teil des Langzeitkapitals eines Vereins.

Die Vorgangsweise der Black Wings ist aller Ehren wert. Vor allem, wenn man bedenkt, dass durch die entgangenen Play-off-Einnahmen ein gewisses Loch ins Budget gerissen wurde. Freunschlag formulierte es nach dem unvermeidlichen Abbruch der Meisterschaft so: „Es sind 500.000 bis 600.000 Euro, die wir verdient hätten, wenn wir ins Finale gekommen wären.“

Mit dieser Spendenaktion sendet der Klub ein positives Signal aus. Mal schauen, ob sich der Vorstand in turbulenten Zeiten wie diesen auch „zusammenrauft“. Es braucht jetzt Lösungen, aber die Zeit läuft nicht davon.

Transfer-Stopp vereinbart

Ängste, dass die Black Wings in der kommenden Saison nicht konkurrenzfähig sein würden, sind im Moment noch unbegründet. In einer Telefonkonferenz am vergangenen Donnerstag sollen sich die acht österreichischen Vereine der höchsten Spielklasse (Linz, Salzburg, KAC, Wien, Graz, Villach, Innsbruck, Dornbirn) wegen der Corona-Pandemie auf einen „Transfer-Stopp“ bis (zumindest) Mitte April verständigt haben.

Bis dahin wurden Spielerverträge (nicht nur in Österreich) mit Klauseln abgeschlossen, die den Vereinen Sicherheit garantieren. „Was passiert, wenn die Saison nicht im September startet? Was ist, wenn weniger Spiele absolviert werden oder es gar keine Saison gibt?“, erläuterte Freunschlag. „All das muss berücksichtigt werden.“

Neuer Liga-Hauptsponsor und TV-Partner ante portas

Das abrupte Saisonende am 10. März war - wie die rasante Verbreitung des Virus zeigt - alternativlos und der richtige Schritt. Das Krisenmanagement unter Liga-Geschäftsführer Christian Feichtinger hat - wenn auch mit emotionalen Zwischentönen - tadelllos funktioniert.

Der Ebenseer arbeitet mit seinem Team an der Zukunft der Meisterschaft. Gut möglich, dass in Bälde ein neuer Hauptsponsor und ein zweiter Fernsehpartner neben Sky präsentiert werden. Die Erste Bank und ServusTV sind bekanntlich ausgestiegen. „Unser Büro läuft auf Hochtouren. Wir wissen, dass es für alle Vereine nach Corona extrem schwierig werden wird. Wir versuchen trotzdem ein positives Bild zu vermitteln. Eishockey ist eine boomende Sportart“, sagt Feichtinger.

Viele andere Ligen - auch im Ausland - sind dem Beispiel der österreichischen Liga mit Verzögerung gefolgt und haben ihre Meisterschaften beendet. Nur die NHL steht noch nicht gänzlich auf der Bremse, die Nordamerikaner halten Play-offs im Sommer nicht für ausgeschlossen.

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