Austria

Ski: Ringen um ÖSV-Präsidenten-Nachfolge zog sich in die Nacht

Während Götschl - laut Medienberichten, weil sie die Einladung zu spät erhalten habe - in Anif nicht anwesend war, stellte Walchhofer sein Konzept schon zu Beginn der Sitzung rund eine Stunde lang vor. Danach war Götschl vom Ausschuss aufgefordert worden, doch den Weg nach Anif anzutreten. Zumindest erklärte dies Salzburgs Landesverbandspräsident Bartl Gensbichler gegen 19.00 Uhr im ORF, Götschl sei auf dem Weg. Eine Stunde später war dann wieder alles anders, Götschl habe abgelehnt, berichteten die "SN". Nach einem Abendessen gegen 19.30 Uhr nahm das Gremium schließlich gegen 20.30 seine Arbeit wieder auf.

Mehr zum Thema

Schröcksnadel-Reich Oberösterreich? Landesverbandschef warf das Handtuch
Schröcksnadel-Reich Oberösterreich? Landesverbandschef warf das Handtuch

Mehr zum Thema

Ein Kompromiss, der keiner ist: Schröcksnadel-Nachfolge bleibt offen
Ein Kompromiss, der keiner ist: Schröcksnadel-Nachfolge bleibt offen

Sollte es zu keiner Einigung kommen, hat man formal weitere neun Tage Zeit für eine Entscheidungsfindung. Präsentiert werden soll der Nachfolger oder die Nachfolgerin Schröcksnadels am 19. Juni bei der Länderkonferenz in Villach. Auch eine Kampfabstimmung ist nicht ausgeschlossen.

Hotelier Walchhofer (46) hatte sich schon vor Längerem zur Kandidatur entschlossen. Seine ehemalige Schul- und Teamkollegin Götschl (45) war erst im April und etwas überraschend vom steirischen Verband nominiert worden. Das ist insofern bedeutsam, als Schröcksnadel nachgesagt wird, über den neuen Präsidenten weiterhin Einfluss auf die wirtschaftlichen Gesellschaften des Ski-Verbandes haben zu wollen. Walchhofer hatte stets betont, dass der neue ÖSV-Präsident Letztentscheidung in allen Bereichen des ÖSV haben müsse.

Götschl sei die Aktuellste in einer Reihe von Schröcksnadel forcierter Kandidatinnen, glauben deshalb viele. Wegen der unterschiedlichen Interessen im Hintergrund sei in den vergangenen Wochen jedenfalls ein Riss durch die Landesskiverbände gegangen, sind sich Insider und Beobachter sicher.

Nur einen Tag vor dem Wahlausschuss-Treffen war am Montag Oberösterreichs Langzeit-Präsident Friedrich Niederndorfer mit sofortiger Wirkung zurückgetreten, ohne dies aber wie von einigen Medien sofort vermutet mit der Schröcksnadel-Nachfolgediskussion in Verbindung zu bringen. Der Rücktritt sei ausschließlich aus persönlichen Gründen erfolgt, hieß es. Vizepräsident Bernhard Zauner vertrat den LSV OÖ im Wahlausschuss. Man stehe weiter geschlossen hinter Walchhofer, wurde versichert.

Schröcksnadel (79) will zwar im Council des Internationalen Skiverbandes (FIS) bleiben, kandidiert aber im Juni nach 31 Jahren nicht mehr als ÖSV-Präsident. Seine Nachfolgeregelung verläuft wegen der Hintergründe turbulent. Es gehe um Macht und Einfluss bei den Gesellschaften des ÖSV, zitiert etwa die "Kleine Zeitung" einen ehemaligen ÖSV-Funktionär.

Football news:

Löw über das 4:2 gegen Portugal: Ein schöner Job. Deutschland hat viele Momente geschaffen
Gareth Bale: Mit Ancelotti habe ich ein tolles Verhältnis. Real Madrid-Mittelfeldspieler Gareth Bale hat sich im Zusammenhang mit der Ernennung von Carlo Ancelotti zum Cheftrainer seiner Mannschaft zu seiner Zukunft geäußert
Fernando Santos: Verdienter Sieg für Deutschland. Portugal war schockiert, als er in der zweiten Halbzeit zwei Tore kassierte
Moutinho über die 2:4-Niederlage: Manchmal konnte man die Überlegenheit Deutschlands nicht verkraften. Portugal wollte nicht so ein Ergebnis
Tottenham ist für Barcelonas Ex-Trainer Valverde Interessant: Tottenham sucht weiter nach einem neuen Cheftrainer. Nach Informationen des Journalisten Fabrizio Romano gehört Ernesto Valverde, der früher den FC Barcelona leitete, zu den Kandidaten. Die Ausarbeitung dieser Variante befindet sich in der Anfangsphase. Für Tottenham sind auch der ehemalige Schalke-Trainer Ralf Rangnick und Erik ten Hag von Ajax Amsterdam Interessant
Sanches über 2:4 gegen Deutschland: Portugal hätte den Rückstand verkürzen können. Natürlich stand es 2:4, aber wir hatten noch Chancen, wie die Deutschen zu punkten. Es war eine Begegnung zweier toller Mannschaften
Spiel in der Todesgruppe: Frankreich fast in den Playoffs, Portugal braucht wenigstens ein Unentschieden