Austria

Schnelle Hilfe für Kinder in der Krise

Nachfrage nach Krisenplätzen steigt / Pflegeeltern werden dringend gesucht

von Roland Pittner

„Ein alleinerziehender Vater wurde bewusstlos. Die Kinder haben noch zugeschaut, als er reanimiert wurde. Im Krankenhaus ist er leider gestorben. Die Kinder sind dann zu uns gekommen“, schildert Marek Zeliska, Leiter des SOS Kinderdorf Burgenland, ein Beispiel, wie Kinder einen Krisenplatz bekommen.

Sechs Krisenplätze

Oft gibt es auch einen Missbrauchsverdacht in der Familie, der die Sozialarbeiter zu schnellem Handeln zwingt. Oder eine alleinerziehende Mutter wird krank und hat niemand, der sich um ihr Kind kümmern kann. „Wir stellen die Plätze bei uns in Pinkafeld rund um die Uhr und 365 Tage im Jahr zur Verfügung“, sagt Zeliska. Ein professionelles Team kümmere sich um die Schützlinge, die schnell und unkompliziert Unterschlupf bekommen.

Diese sechs Plätze sind aber die einzigen im Burgenland und fast ständig besetzt. Maximal drei Monate können die Kinder und Jugendlichen bleiben. „Innerhalb dieser Zeit müssen die zuständigen Sozialarbeiter eine Entscheidung treffen, wie es weitergeht“, sagt Zeliska. Dies kann die fixe Unterbringung bedeuten, aber auch mobile Betreuung der Familie, bis die Probleme gelöst sind. „Im Moment gibt es großen Bedarf für weitere Plätze“, sagt Zeliska.

Pflegeeltern als Auffangnetz

Pflegeeltern sind ein zusätzliches Auffangnetz im Land. Erst vor Kurzem wurden 19 neue Personen vom SOS Kinderdorf im Auftrag des Landes ausgebildet. „Von den Pflegeeltern ist neben einer hohen Belastbarkeit und einer besonderen Sensibilität für kindliche Bedürfnisse auch viel Verständnis für schwieriges Verhalten der Kinder und vor allem eine positive Haltung und Toleranz gegenüber den leiblichen Eltern gefordert“, erklärt Petra Slavik vom SOS-Kinderdorf.

Nach der Ausbildung sind die Pflegeeltern bei der Behörde gelistet und können kontaktiert werden, wenn ein Kind untergebracht werden muss. Je nach Fall können die Kinder kurzfristig oder auch für immer bei den Familien bleiben. Diese fungieren als Ersatzeltern und müssen in schwierigen Situationen Halt, Geborgenheit und Sicherheit geben.

In der Ausbildung lernen die Teilnehmer die rechtlichen Grundlagen, Biografiearbeit und Entwicklungspsychologie. Zwei Pflegeeltern aus dem Vorjahreskurs kümmern sich bereits um einen Schützling. „Das ist keine leichte Aufgabe. Pflegefamilien sind mit den Kindern oft sehr gefordert“, weiß Zeliska. Deshalb werden diese auch oft professionell begleitet.

Die neue Ausbildung für Pflegeeltern wird voraussichtlich wieder im Sommer starten. Interessierte können sich beim Referat für Jugendwohlfahrt in der Bezirkshauptmannschaft melden.

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