Austria

Schneekönigin mit 2000 PS in Tirol auf Schiene

Sie wirkt geradezu majestätisch, sie kann richtig anpacken, sie ist bärenstark. Ihr Element ist der Schnee, ihre Spielwiese das weit verzweigte Schienennetz der Österreichischen Bundesbahnen. Die Rede ist von der neuen Hochleistungsschneeschleuder der ÖBB, die dieser Tage auf der Arlbergstrecke zum Einsatz kommt.

Die Beilhack X491.003 – so ihre korrekte Bezeichnung – ist Spezialistin für die ganz großen Aufgaben. Im Rekord-Weiß von Osttirol bestand die XXL-Schleuder kürzlich die Feuertaufe und bahnte sich ihren Weg durch 1,5 Meter Neuschnee von Lienz nach Sillian. Bis zu 15.000 Tonnen der weißen Pracht kann die motivierte Saisonkraft in einer Stunde verräumen.

77 Tonnen schwer, trotzdem leichtfüßig
„Für uns bedeutet die neue Drehschleuder einen wahren Quantensprung bei den Wintereinsätzen“, schwärmt ÖBB-Mitarbeiter Christoph Spörr von seiner neuen Kollegin. Spörr gehört zum Team aus vier Lokführern und vier Instruktoren, die das 77 Tonnen schwere Gerät mit vier Achsen bedienen können. 1000 PS Fahrantrieb und noch einmal so viel im Schleudergang wollen beherrscht werden. Neben den technischen Vorzügen lobt Spörr vor allem „Übersichtlichkeit, gute Bedienbarkeit und Tempo“ der Beilhack. Bis zu 25 Kilometer pro Stunde schafft sie im Volleinsatz. Die beiden Vorgängerinnen im Dienst der ÖBB mit ihren fünf km/h hängt sie locker ab.

So, als würde ein Eisvulkan ausbrechen
Wenn es – wie in den vergangenen Tagen – richtig dick kommt, dann wird die Schneekönigin aus der Remise geholt. Eisenbahn-Liebhaber schwärmen von ihrem Sound, ihrer Eleganz, ihrer Kraft. Auch als Miniaturausgabe für die Modelleisenbahn im Wohnzimmer und das Schneegestöber neben dem Kachelofen ist sie zu haben. Kein Wunder also, dass Spörr und seine Kollegen die Beilhack mit Stolz – aber auch mit Respekt – durch die Winterlandschaft geleiten.

Von der Ferne schon sieht man die Schneefontänen in die Höhe steigen. Wie ein Eisvulkan, der schon lange auf seinen Ausbruch gewartet hat. An der Kapazitätsgrenze sei das Gerät trotz der Rekordniederschläge in Osttirol nicht angelangt, weiß Spörr. Die Kraft reichte sogar für spontane Nachbarschaftshilfe im Südtiroler Pustertal, wo kein annähernd so leistungsstarkes Schneeräumgerät zur Verfügung steht.

In Westösterreich 1000 Kilometer Gleise
Dass ein Hilfsmittel dieser Art in der Alpenrepublik gebraucht wird, hat der heurige Winter bereits eindrucksvoll bewiesen. Allein in Westösterreich umfasst das Schienennetz mehr als 1000 Kilometer Gleise. Zu tun gibt es also genug. Nicht nur für die neue Königin im Schnee, sondern auch für ihr Gefolge: all die fleißigen Winterdienste, die das große Gerät anwerfen – oder einfach zur guten alten Schaufel greifen.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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