Austria

Salzburger Festspiele: Jedermann mit Maske bei Elektra

Hans Mahr (mit Katja Burkard) huldigte mit seinem Mund-Nasen-Schutz seiner Heimat 

© Franz Neumayr

Am Samstag fanden die ersten Premieren statt. Und der "Jedermann" am Domplatz fiel gleich ins Wasser.

von Lisa Trompisch

Eine „Sisyphusarbeit“ sei es gewesen, die Salzburger Festspiele in Coronzeiten zu realisieren, so Intendant Markus Hinterhäuser. Am Samstag fanden dann endlich die ersten Premieren statt und die Gäste hielten sich brav an alle Vorsichtsmaßnahmen.

Selbst auf dem Weg zum Festspielhaus zur großen Elektra-Premiere trugen viele schon ihre Masken. Beim Reingehen waren sie sowieso Pflicht.

„Genäht von meiner Mutter und meiner Tante“, erklärte Ex-Opernball-Lady Maria Großbauer ihr Model mit Noten.

Und doppelt hält sowieso besser, ist sich Schauspielerin Sunnyi Melles sicher – sie kam mit Maske und Schild (auf das sie ein 100-Jahre-Festspiele-Pickerl klebte).

„Man wird sich halt daran gewöhnen müssen“, so Ex-Raiffeisengeneral und leidenschaftlicher Festspielgast Christian Konrad.

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Schauspielerin Sunnyi Melles mit Maske, Schild und Galerist Thaddaeus Ropac

Maria Großbauer (ihre Maske hatte Noten drauf) und Ehemann Andreas

Maria Großbauer

Christian und Rotraut Konrad

Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler

Eva Maria Baronin von Schilgen mit Klaus Mathis

Bundesministerin Karoline Edtstadler

ORF-Chef Alexander Wrabetz

Literaturnobelpreisträger Peter Handkes Stück feiert am Sonntag Premiere

V.li.: Doris Schmidauer mit Alexander Van der Bellen, Christina und Wilfried Haslauer

Schauspielerin Nina Proll hatte da noch gut lachen, wenig später brach ein Gewitter los und man musste den Domplatz räumen

"Jedermann" Tobias Moretti

Autorin Hera Lind mit Engelbert Lainer

Kulturmanager Daniel Serafin

Genug von der Maske, zurück zur Kunst, ganz im Sinne von Präsidentin Helga Rabl-Stadler. „Über diese Elektra-Inszenierung wird man noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte reden“, ist sie sich sicher.

„Coronabedingt findet das Jubiläumsjahr unter besonders schwierigen Umständen statt. Mein Besuch bei den heurigen Aufführungen in dieser herausfordernden Zeit einer Pandemie, die noch nicht ausgestanden ist, ist ein klares Bekenntnis zur Kunst und Kultur“, zeigte Präsident Alexander Van der Bellen Flagge.

Auch Literaturnobelpreisträger Peter Handke, der heute, Sonntag, mit seinem Stück „Zdenek Adamec“ Premiere feiert, schaute sich Elektra an.

Etwas später fand man sich am Domplatz ein, wo Tobias Moretti als „Jedermann“ seine letzte Premiere bestreiten sollte.

Dann der Supergau – die 1.200 Gäste saßen bereits auf ihren Plätzen, als plötzlich ein Gewitter losbrach, man musste ins Große Festspielhaus übersiedeln. Und die Premierenfeier fiel ja sowieso ins Wasser. 

„Uns fehlt das  schon. Da feiern wir ein wenig, tauschen uns aus. Das gehört einfach dazu“, so Nina Proll, deren Ehemann Gregor Bloéb den Teufel und Guten Gesell spielt.

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