Austria

Saisonende für den Eistraum und Verlängerung für den Eislaufverein bis März

© Stadt Wien Marketing / Johannes/Stadtwienmarketing/Johannes Zimmer

Bilanz: 200.000 Besucher kamen seit 24. Dezember zum Eislaufen vors Wiener Rathaus.

von Stefanie Rachbauer

Was diesen Winter in den Bundesländern das Skifahren war, war in Wien das Eislaufen: eines der wenigen Dinge, die man während des Lockdowns tun konnte. Aus diesem Grund – und weil der Rathausplatz wegen der Absage des Christkindlmarkts ohnehin verfügbar war – hat der Eistraum diese Saison bereits am 24. Dezember begonnen (und nicht wie üblich nach Weihnachten). Ab morgen wird der Eislaufplatz nach 66 Tagen Betrieb abgebaut.

In dieser Zeit sind rund 200.000 Besucher vor dem Rathaus Schlittschuh gelaufen, teilte der Veranstalter, das Stadt Wien Marketing, mit. Ein Besucherrekord ist sich damit wieder nicht ausgegangen. Angesichts der Corona-Beschränkungen war das allerdings auch nicht erwartbar: Statt der üblichen 2.400 Besucher durften zu Beginn nur 1.200 gleichzeitig aufs Eis. Anfang Februar wurde nochmals auf 600 reduziert.

Die bisherige Besucher-Bestmarke erreichte der Eistraum im Jahr 2019: Rund 780.000 Menschen drehten in dieser Saison vor dem Rathaus ihre Runden. Im Vorjahr waren es 550.000. Der Veranstalter erklärte das damals mit ungünstigen Eislaufbedingungen aufgrund von frühlingshaftem Wetter und von Sturm.

Die nun zu Ende gegangene 26. Ausgabe des Eistraums wird dennoch als eine besondere in Erinnerung bleiben – und zwar nicht nur wegen des Frühstarts und des Besucherlimits. Damit die Eisläufer genug Abstand einhalten, mussten sie erstmals mobile Abstandsmessgeräte tragen: Die sogenannten Distance Marker wurden beim Einlass ausgehändigt und leuchteten und piepsten, sobald einander Menschen aus unterschiedlichen Haushalten näher kamen als zwei Meter.

Keine Infektion gemeldet

Die Geräte hatten zudem den Zweck, das Contact Tracing zu erleichtern, sollte sich ein Besucher als infiziert herausstellen. Denn alle Schlittschuhläufer müssen sich am Eingang mit Namen und Telefonnummer registrieren. In Gang gesetzt werden musste das System aber nicht: Kein einziger Infektionsfall sei gemeldet worden, heißt es aus dem Stadt Wien Marketing.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) sieht sich dadurch in seinem Kurs bestätigt: „Wien hat abermals bewiesen, dass mit Mut und Entschlossenheit, einem innovativen Sicherheitskonzept und der Disziplin der Besucherinnen und Besucher auch in unsicheren Zeiten ein sicheres Erlebnisangebot möglich ist.“

Schlittschuh fahren kann man in Wien trotz Eistraum-Ende übrigens weiterhin: Der Eislaufverein am Heumarkt hat seine Saison bis 31. März verlängert.

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