Austria

Saftige Pleite eines bekannten Fisch-Restaurants

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Das Unternehmen hat rund 350.000 Euro Schulden, es soll aber fortgeführt werden.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

"Entdecken Sie die kulinarische Seele Kroatiens. Genießen Sie raffinierte Kreationen höchster Qualität in behaglichem Ambiente. Wir verarbeiten nur die besten Originalzutaten aus Kroatien. Dass unser Fisch aus der Adria auf direktem Weg zu uns geliefert wird, versteht sich fast von selbst. Wir freuen uns auf Ihren Besuch im Restaurant Lubin ", heißt es auf der Firmenhomepage.

Die Rede ist von der Lubin GmbH. Sie betreibt das auf Fischspezialitäten spezialisiertes Restaurant „Lubin“ im 3. Wiener Gemeindebezirk und zugleich ein Fischgeschäft in Wien-Landstraße. Nun musste der Geschäftsführer beim Handelsgericht Wien ein Insolvenzverfahren beantragt. Zwölf Mitarbeiter und 33 Gläubiger sind betroffen.

"Die Antragstellerin beabsichtigt, ihr Unternehmen unter Aufsicht eines Insolvenzverwalters fortzuführen und bietet den Gläubigern in ihrem Eigenantrag auf Eröffnung eines
Sanierungsverfahrens ohne Eigenverwaltung einen Sanierungsplanvorschlag in Höhe von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren", teilen die Gläubigerschutzverbände AKV und Creditreform mit.

"Mit Hilfe des ausgewiesenen Sanierungs- und Insolvenzrechtsexperten Robert Klein wird jetzt eine Sanierung des Unternehmens angestrebt; alle Arbeitsplätze sollen erhalten bleiben", sagt Gerhard Weinhofer von Creditreform.

Schulden und Vermögen

Das Unternehmen hat laut Creditreform rund 349.000 Euro Schulden, davon entfallen 170.000 Euro auf Lieferanten, 60.000 Euro auf Banken, 44.000 Euro auf die Gebietskrankenkasse und 32.000 Euro auf die Finanz.

"Das Abgleiten in die nunmehrige Insolvenz wird auf eine unfallbedingte mehrmonatige Abwesenheit des Geschäftsführers im Unternehmen und die daraus resultierenden Probleme im Unternehmen zurückgeführt" zitiert der AKV aus dem Insolvenzantrag. Dazu muss man wissen, dass der Geschäftsführer einen schweren Unfall hatte und die Gesundung sehr lange dauerte.

Nach dem Unfall war es ihm aber wieder möglich, ein neues Team aufzubauen. Die Ertragslage soll sich auch verbessert haben. Doch die Anfangsverlust seit der Gründung des Unternehmens im Jahr 2010 konnten trotz des gewinnbringeden Fortbetriebs nicht wettgemacht werden.