Austria

Ruttensteiner bleibt Israels Sportdirektor

Nach dem Abgang von Andreas Herzog als Teamchef macht Willibald Ruttensteiner vorerst in Israel weiter. Sein Vertrag wurde adaptiert, es gibt eine Ausstiegsklausel für beide Seiten am Ende des Jahres.

Nach dem Abgang von Andreas Herzog als Teamchef der israelischen Fußball-Nationalmannschaft wird Sportdirektor Willibald Ruttensteiner vorerst weitermachen. Sein bis Sommer 2022 laufender Vertrag wurde adaptiert und gilt in neuer Form bis Ende 2020, wie Ruttensteiner über seine Beratungsagentur am Mittwoch bekanntgab. Einen Nachfolger für Herzog will er bis Ende des Monats präsentieren.

Über Ruttensteiners Zukunft soll nach dem Play-off für die EM und den Länderspielen in der Nations League entschieden werden. Der 57-Jährige wie auch der Verband verfügten nun über eine Ausstiegsmöglichkeit, die eine Abfertigungsklausel für die restliche Laufzeit des Kontrakts beinhalte. "Das ist eine faire Lösung, die dem Verband in der durch Corona ausgelösten, schwierigen finanziellen Situation hilft und andererseits die Fortführung und Qualitätssicherung der von mir ins Leben gerufenen Projekte garantiert", wurde Ruttensteiner in der Aussendung zitiert.

Das zentrale Thema dieser Tage ist die Suche nach einem Nachfolger für Herzog. "Ich werde dem Verbandsgremium eine Liste mit möglichen Kandidaten vorschlagen. Als Deadline haben wir uns Ende Juli gesetzt", meinte der frühere ÖFB-Sportdirektor.

An neuer Wirkungsstätte habe er mittlerweile die A-Pro-Lizenz für Trainer, eine nationale Akademie in Kooperation mit der FIFA, die Zertifizierung der Vereinsakademien und eine völlig veränderte Talente- und Trainerausbildung installiert. Seine Arbeit werde geschätzt. "Präsident Oren Hasson hat mir versichert, dass er mit meiner Arbeit sehr zufrieden ist, es war ein sehr wertschätzendes Gespräch."

Israel startet im September gegen Schottland in die Nations League. Vorausgesetzt, ein erneuter Anstieg an Covid-19-Fällen macht dem Terminplan nicht einen Strich durch die Rechnung. Auch in Israel stiegen jüngst die Zahlen wieder. Problematisch könnte zudem die Anreise der Nationalspieler sein, die nicht in Israel tätig sind. Topstar Eran Zahavi etwa ist wie Österreichs Marko Arnautovic in der chinesischen Super League engagiert und seit mehr als einem halben Jahr ohne Spielpraxis.

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