Austria

Russischer Kampfjet warf Warnbomben vor britischem Kriegsschiff ab

Gefährlicher Zwischenfall ereignete sich zu Mittag vor der Südküste der Krim. Die aggressive Reaktion auf eine mutmaßliche Grenzverletzung illustriert, dass Moskau das Schwarze Meer militärisch für sich beansprucht.

Im Schwarzen Meer hat sich am Mittwoch ein gefährlicher Zwischenfall ereignet: Ein russischer Suchoi-Kampfjet warf vier „Warnbomben“ unweit des britischen Zerstörers „Defender“ ab, weil der sich laut Darstellung Moskaus in russischen Hoheitsgewässern befunden hatte. Zudem feuerten russische Grenzschützer von einem Schiff aus Warnschüsse auf das britische Schiff ab. Der Vorfall ereignete sich kurz nach 12 Uhr Ortszeit.

Das Schiff soll beim Kap Fiolent unweit der Krim-Stadt Sewastopol drei Kilometer weit in russische Gewässer vorgedrungen sein und diese nach dem Zwischenfall wieder verlassen haben. Russland hat die Krim im Jahr 2014 annektiert und seither seine militärische Präsenz auf der Halbinsel stark ausgebaut. Das russische Verteidigungsministerium erklärte, das Schiff habe nicht auf vorherige Warnungen reagiert. In Moskau wurde der britische Militärattache in das russische Verteidigungsministerium einbestellt.

Scharfe Kritik an Nato-Manöver Sea Breeze 2021

Russland hat erst unlängst mit einem Truppenaufmarsch entlang der ostukrainischen Grenze sowie auf der Krim verdeutlicht, dass es seine Südflanke gegen mutmaßliche Bedrohung von außen absichert. Offiziell wurde die Truppenkonzentration als Antwort auf das Nato-Manöver „Defender 2021“ dargestellt.

Auch auf Aktivitäten der Nato im Schwarzen Meer reagiert Moskau allergisch. Die Warnaktion gegen den britischen Zerstörer ist daher als Warnung für das Nato-Manöver „Sea Breeze 2021“ zu verstehen, das ab nächsten Montag im Schwarzen Meer beginnen soll. Die ukrainische Marine sowie amerikanische, britische, kanadische, türkische und weitere Nato-Marineverbände werden an ihm teilnehmen.

Schon in den vergangenen Tagen rief Moskau Washington dazu auf, das Manöver im Schwarzen Meer abzublasen. „Kriegshandlungen“ im Schwarzen Meer sollten unterlassen werden, erklärte etwa die russische Botschaft in Washington am Mittwochmorgen. Man verurteilte den „aggressiven Charakter“ der Übung und warnte vor dem gesteigerten Risiko von Zwischenfällen. Ein solcher Zwischenfall ist nun, durchaus mit eigener Beteiligung, eingetreten.

(som)

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