Austria

Russischer Bankensektor massiv von Coronakrise betroffen

Japaridze Mikhail / Tass / pictu

Russische Analytiker prognostizieren keinen Gewinn oder sogar Verluste des Bankensektors 2020. Wie weit das die Raiffeisen Bank International treffen wird, ist noch unklar.

Die am Mittwoch vom russischen Präsidenten Wladimir Putin im Zusammenhang mit der Corona-Krise verkündeten Maßnahmen, die auch Erleichterungen für Kreditnehmer vorsehen, haben massive Auswirkungen auf das russischen Bankensystem. Die Analyseabteilung der russischen Raiffeisen-Tochter prognostizierte am Montag Mehrkosten für den gesamten Sektor von 25 bis 50 Prozent des Bilanzgewinns von 2019.

In seiner Rede hatte der russische Präsident erklärt, dass bei Personen mit mehr als 30 Prozent Gehaltsverlust die Rückzahlungen von Verbraucher- und Hypothekarkrediten gestundet werden sollen. Eine ähnliche Maßnahme solle auch für Einpersonenunternehmen gelten. Parallel hatte er auch ein sechs Monate langes Moratorium für Insolvenzanträge angekündigt, für das am Dienstag aller Wahrscheinlichkeit nach eine gesetzliche Grundlage in der russischen Staatsduma geschaffen wird.

Am Freitag kündigte die russische Zentralbank ebenso eine Gesetzesnovelle zu den Stundungen an und forderte Bankinstitute auf, vor dem Inkrafttreten der Novelle und bis zum 30. September im Sinn von Putins Erklärung zu agieren. Zentralbankchefin Elwira Nabiullina sagte, dass nach ihren Schätzungen etwa 25 Prozent des Firmenkredit-Portfolios von den Maßnahmen betroffen sein könnten. Gleichzeitig will die Zentralbank systemrelevante Banken mit einem höheren Kreditlimit sowie mit einer bis 30. September befristeten regulatorischen Liberalisierung entgegenkommen.

Eine Billion Rubel

Die Analyseabteilung der systemrelevanten russischen Raiffeisenbank interpretierte am Montag im ihrem täglichen Newsletter die verkündeten regulatorischen Erleichterungen als Indiz dafür, dass man in der Zentralbank von einer beträchtlichen Verschlechterung des Kreditportfolios von russischen Banken ausgehe. "In Abhängigkeit von der Wirkungsdauer des Virus auf die Wirtschaft könnte der Gewinnentgang (des russischen Bankensektors, Anm.) zwischen 0,5 und einer Billion Rubel (5,7 bis 11,4 Milliarden Euro) ausmachen. Das sind 25 bis 50 Prozent des Bilanzgewinns von 2019", schrieben die Analysten. Ausgehend von einer Normalisierung des Geschäftslebens im zweiten Halbjahr 2020 könnte der Sektor praktisch keinen Gewinn oder sogar einen Verlust zeigen, hieß es im Newsletter.

Berechnungen zu den Auswirkungen auf die russische Raiffeisenbank selbst können erst zur Verfügung stellen, wenn die rechtlichen Bedingungen festgelegt seien, erklärte Raiffeisen Bank International-Sprecherin Ingrid Krenn-Ditz gegenüber der APA. "Derzeit wartet die Bank noch auf weitere Anweisungen der russischen Zentralbank", betonte sie.

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