Austria

Revanche geglückt: Schwarz siegte in Schladming

Im Vorjahr hatte Marco Schwarz vor knapp 38.000 Zuschauern seine Halbzeitführung nach nur wenigen Toren im „Finale“ weggeschmissen, diesmal ließ sich der Kärntner auf der Planai nicht die Butter vom Brot nehmen. Der 25-Jährige feierte Dienstagabend im prestigeträchtigen „Night Race“ in Schladming seinen vierten Weltcup-Triumph, den zweiten in dieser Saison nach Adelboden. „Ich bin überglücklich, dass mir das zuhause gelungen ist“, freute sich Schwarz, der im Slalom die Beständigkeit in Person ist.

Im siebenten Rennen 2020/21 holte er seinen sechsten Stockerlplatz, damit führt er mit dem komfortablen Vorsprung von 131 Punkten auf Sebastian Foss-Solevaag (Nor/gestern Vierter) in der Disziplinwertung.

Marco Schwarz behielt im Schneegestöber von Schladming den Überblick

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Fellers bitteres Aus

Das, was Schwarz 2020 passiert war, widerfuhr Manuel Feller, der seine „Poleposition“ nicht behaupten konnte und ausschied, heute. „Es ist bitter, aber man muss dem Marco gratulieren. Er fährt sehr, sehr konstant“, sagte der Tiroler. Zweiter wurde Clement Noel (Fra), Dritter der Spitzenreiter im Gesamt-Weltcup, Alexis Pinturault (Fra). Weil auch Michael Matt – Dritter nach dem ersten Lauf – scheiterte, war Adrian Pertl als Zehnter zweitbester Österreicher.

Henrik Kristoffersen, entthronter Titelverteidiger und ex aequo mit Benjamin Raich Rekord-Champion auf der Planai (jeweils vier Siege), ist aktuell von seiner Topform entfernt. Dienstagabend war der Norweger im ersten Durchgang nach einem kapitalen Fehler nur auf Rang 22 gelandet, der Angriff im Finale hievte ihn noch auf Position elf.

„Ich weiß ja, dass ich schnell bin, das sieht man an den Teilzeiten. Aber ich muss wieder konstanter werden“, sagte der 26-jährige Riesentorlauf-Weltmeister, der im Sommer sechs Kilogramm an Muskelmasse zugelegt hat. Das erfordert zwangsläufig Veränderungen am „Setup“, die noch nicht so greifen, wie sie sollen.

Fabio Gstreins WM-Ambitionen für Cortina d’Ampezzo (ab 8. Februar) erlitten einen Dämpfer. Der Fünfte des zweiten Flachau-Torlaufs verpasste als 43. die Qualifikation für den zweiten Lauf. Keine Punkte holte auch Julien Lizeroux – das war bei seiner emotionalen Abschiedsvorstellung auch zu erwarten gewesen. Der 41-Jährige kostete seine letzte Fahrt im Ski-Zirkus aus und wurde im Ziel nach einem Küsschen in die Kamera und dem Spruch „Lizeroux out“ nicht nur von seinen französischen Teamkollegen geherzt. Auch die ÖSV-Equipe zollte dem beliebten Routinier, der als 35. in die Schladming-Wertung kam, Respekt.

Während Lizeroux mit einem Lächeln Adieu sagte, gab es viele lange Gesichter angesichts der eisigen und fordernden Strecke, die starker Schneefall noch schwieriger machte. Allein im ersten Lauf schieden 25 der 69 gestarteten „Stangenartisten“ aus.

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