Austria

Rendi-Wagner: Staat soll sich an MAN beteiligen

Rendi-Wagner erklärte, die ÖBAG solle einen mit zehn Milliarden Euro dotierten Beteiligungsfonds schaffen sollte um bei wichtigen Firmen mit Problemen einzusteigen. „Die Bundesregierung hätte einige Hebel in der Hand, doch die müssen auch benutzt werden“, forderte die SPÖ-Politikerin.

Rendi-Wagner: ÖBAG braucht keinen Frühstücksdirektor
Die ÖBAG müsse als einer dieser Hebel ihrem gesetzlichen Auftrag einer aktiven Standortpolitik nachkommen, so die Chefin der größten Oppositionspartei. Mit dem derzeitigen Chef Thomas Schmid sei das aber nicht möglich, dieser müsse umgehend zurücktreten, bekräftigte Rendi-Wagner. „Die ÖBAG braucht keinen Frühstücksdirektor. Aber Schmid hat weder Autorität noch Handlungsfähigkeit.“

Eine Beteiligung bei MAN/Steyr biete sich an, da dort auf Elektromobilität umgestellt werde und dies die Zukunft sei. „Es ist höchste Zeit für einen gemeinsamen Kraftakt für eine zukunftsfähige Lösung bei MAN im Sinne der Belegschaft, des Unternehmens und des Standorts. Ein erster Schritt wäre ein sofortiger MAN-Gipfel in Österreich.“ Insgesamt seien in der Region mehr als 8000 Jobs gefährdet, wenn die mehr als 2300 bei MAN in Steyr wegfielen.

„Sie schwindeln sich drüber, wo es überhaupt nur geht“
FSG-Chef und SPÖ-Industriesprecher Rainer Wimmer kritisierte, dass man bis auf gestern in der „Zeit im Bild“ nichts von Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Thema MAN und Steyr gehört habe. Von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) wollte er wissen, wo jenes Konzept sei, das sie im Vorjahr unter dem Stichwort „Österreich-Konsortium“ für MAN/Steyr angekündigt habe.

Zudem kritisierte er massiv den VW-Konzern, zu dem MAN gehört. „Sie schwindeln sich drüber, wo es überhaupt nur geht. Das werden wir nicht zulassen.“ Zur ÖBAG sagte er unter anderem, dass es gesetzlich für diese möglich sei, sich an Unternehmen neu zu beteiligen.

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