Austria

Referee stahl dem LASK gegen Rapid die Siegchance

Die Raiffeisen-Arena brodelte: Das erste Heimspiel der Athletiker der neuen Bundesliga-Saison war natürlich ausverkauft, die Fans des LASK und von Rapid machten über 90 Minuten Stimmung. Am Ende gab es keinen Sieger, unter anderem deswegen, weil der Videoreferee in der Nachspielzeit eine Fehlentscheidung von Schiedsrichter Rene Eisner nicht korrigieren durfte.

"Das war ein klarer Elfer", sagte selbst Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer über die Attacke von Kelvin Arase an Mamoudou Karamoko in der Nachspielzeit. Doch Eisner ließ weiterlaufen und teilte seinem VAR-Kollegen mit, dass er die Szene genau gesehen habe. Damit waren dem Videoreferee die Hände gebunden: Der Schiedsrichter auf dem Feld hat das Sagen, die Fehlentscheidung blieb damit stehen.

Die Partie hatte für den LASK mit einen Rückschlag begonnen. Vor einer Woche hatte Dario Maresic noch ein souveränes Debüt in Altach gegeben (1:0). In der achten Minute trabte er einem langen Pass hinterher - im Gegensatz zu Ercan Kara. Der Rapid-Mittelstürmer verwickelte den LASK-Abwehrchef in einen Zweikampf, Philipp Wiesinger eilte zu Hilfe. Kara spielte einen Querpass auf Taxiarchis Fountas, der nur noch einzuschieben brauchte (8.).

Es war genau das passiert, was der LASK verhindern wollte: Nachdem Rapid zum Bundesligaauftakt und im Rückspiel der Champions-League-Qualifikation bei Sparta Prag jeweils 0:2 verloren hatte, wollten die Athletiker den Gegner noch mehr verunsichern. Das 1:0 war dann aber genau das Erfolgserlebnis, dem Rapid hinterher gelaufen war.

Umstellung verpuffte

Rapid spiegelte wie gewohnt das 3-4-3 des LASK, was klare Zuordnungen ergab. In den Zweikämpfen waren die Wiener wuchtiger und aggressiver. Die Trinkpause in der Mitte der ersten Halbzeit nutzte LASK-Trainer Dominik Thalhammer, um sich aus dieser Zwangsjacke zu befreien, doch auch die Umstellung auf ein 4-3-3 fruchtete nicht. Rapid verteidigte kompromisslos und versuchte zu kontern.

Nach dem Seitenwechsel machte der LASK mehr Tempo und ließ Rapid anfangs kaum aus der eigenen Hälfte. Die Wiener bekamen trotzdem die Chance auf das 2:0: Nach einem Corner landete der Abschluss von Leo Greiml an der Latte (6.1.). 

Erstes Tor von Schmidt für den LASK

Auf der Gegenseite wurde Torhüter Richard Strebinger wurde von Rene Renner zur Glanzparade gezwungen (64.) - es war die erste wirkliche Torchance der Athletiker. Greiml klärte den Stanglpass von Peter Michorl (78.) - dann fiel das verdiente 1:1: Florian Flecker knallte den Ball in den Strafraum, Schmidt lenkte ihn mit der Hüfte ins Netz ab (80.). Ex-Rieder Marco Grüll vergab Rapids Chance auf den Sieg, jene für den LASK verwehrte dann Eisner. Auch bei zwei möglichen Handspielen im LASK-Strafraum war der VAR nicht zum Zug gekommen, wie Kühbauer anmerkte.

Die Leistung nach dem Seitenwechsel sollte den Athletikern viel Mut für die kommende Aufgabe geben: Am Donnerstag steht das Auswärtsspiel in der dritten Qualifikationsrunde zur Europa Conference League bei Vojvodina Novi Sad auf dem Spielplan.

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