Austria

Radarkasten gesprengt: Trio steht nun vor Gericht

Die jungen Erwachsenen aus NÖ und Wien müssen sich wegen schwerer Sachbeschädigung verantworten.

von Katharina Zach

Als am 1. September 2019 ein Radarkasten in der Gemeinde Hinterbrühl, Bezirk Mödling, gesprengt wurde, kam die Polizei rasch auf die Spur der mutmaßlichen Täter. Ein 22-jähriger Wiener und eine 19-Jährige aus dem Bezirk Mödling gaben die Beschädigung zu. Beteiligt gewesen sein soll zudem ein 22-Jähriger aus dem Bezirk Mödling. Heute, Dienstag, muss sich das Trio in Wiener Neustadt vor Gericht verantworten. Sie sind als junge Erwachsene unter anderem wegen schwerer Sachbeschädigung angeklagt.

Am Sonntag, 1. September, gab es gegen 21.15 Uhr einen lauten Knall. Ein Radarkasten im Ortgebiet war detoniert. Kurz darauf machte ein Zeuge die Polizei auf zwei Autos aufmerksam. Eines dieser Fahrzeuge wurde daraufhin noch im Nahbereich des Vorfalls angehalten.

Mit der Ausforschung der jungen Verdächtigen konnten laut Staatsanwaltschaft zwei weitere Sachbeschädigungen geklärt werden. Denn die Drei sollen auch im Winter 2018/19 einen Mistkübel bei der SCS Vösendorf mithilfe pyrotechnischen Materials gesprengt haben. Kurz davor sollen sie ebenfalls bei der SCS einen Einkaufswagen beschädigt haben.

Im Fall der Radarkasten-Sprengung wirft die Staatsanwaltschaft der 19-Jährigen vor, zur Tat beigetragen zu haben, indem sie die beiden anderen Verdächtigen unterstützt und die Tat selbst gefilmt habe.

Zudem soll sie im Fluchtauto Aufpasserdienste geleistet haben. Laut Anklage sollen die jungen Leute bei dem Radar die Frontscheibe eingeschlagen und dann das darin angebrachte pyrotechnische Material gezündet haben. Insgesamt soll bei den drei Vorfällen ein Schaden von mindestens 10.000 Euro entstanden sein.

Den jungen Leuten drohen nun im schlimmsten Fall zwei Jahre Haft. Ihr Anwalt Andreas Rest hofft auf eine mildere Strafe.