Austria

Rad-WM: Alaphilippe holte Gold für den verstorbenen Vater

© REUTERS/JENNIFER LORENZINI

Der 28-jährige Julian Alaphilippe ist der erste französische Rad-Straßenweiltmeister seit 23 Jahren.

von Günther Pavlovics

Der Franzose Julian Alaphilippe hat sich am Sonntag im Imola erstmals den WM-Titel im Rad-Straßenrennen gesichert. Nach 258 Kilometern auf einem schwierigen Rundkurs im italienischen Imola und mehr als sechseinhalb Stunden triumphierte der 28-Jährige mit 24 Sekunden Vorsprung.
Überglücklich saß Alaphilippe im Ziel. Er hat ein bewegtes Jahr hinter sich. Sein Vater Jacques  starb im Juni nach schwerer Krankheit. Schon nach seinem Etappensieg bei der Tour de France hatte Alaphilippe mit tränenerstickter Stimme gesagt: „Mein Vater ist vor kurzem gestorben. Ihm widme ich den Sieg.“
Alaphilippe, 28 Jahre alt, gilt wegen seiner aufregenden Fahrweise als Liebling der französischen Fans. Loulou, so sein Spitzname, scheut kein Abenteuer und geht, auch weil er sein Velo beherrscht wie wenige, gerne Risiko ein.
„Ich kann es nicht glauben. Das war ein Traum in meiner Karriere. Ich war einige Male dicht dran, jetzt hat es endlich geklappt“, sagte Alaphilippe, der im Ziel Freudentränen verdrückte.

Guter Abfahrer

Vor dem letzten entscheidenden Anstieg setzte sich eine Zwölfergruppe leicht ab. Daraus löste sich der Franzose Guillaume Martin. Nur noch 14 Kilometer waren zu fahren, die letzten giftigen Anstiege in die Cima Gallisterna warteten. Jetzt wurde es zum Ausscheidungsrennen, einer nach dem anderen fiel aus der Spitzengruppe.  Julian Alaphilippe trat an,. schüttelte  seine letzten fünf Kollegen ab, ging als Erster in die Abfahrt. Elf Kilometer vor der Ziellinie konnte sich der kleine Franzose aber nur acht Sekunden Vorsprung herausfahren. Obwohl Alaphilippe ein guter Abfahrer ist, konnte er sich nicht entscheidend absetzen. Hinter ihm jagte mit dem Dänen Fuglsang, dem Polen Kwiatkowski, dem Belgier van Aert, dem Slowenen Roglic und dem Schweizer Hirschi ein hochkarätiges Quintett hinterher.

Vier Kilometer vor der Ziellinie wurde es dann flach, 15 Sekunden hatte Alaphilippe  hierher gerettet, jetzt wollte er den Titel, den ersten für einen Franzosen seit 1997.  Damals hatte in San Sebastian Laurant Brochard  Gold geholt.

Verfolger belauerten einander

Alaphilippe biss die Zähne zusammen, trat einen riesigen Gang. Und jetzt mussten die Verfolger zusammenarbeiten, um den Franzosen noch zu stellen. Doch sie schrieben den Sieg ab, widmeten sich nur noch dem Kampf um die verbleibenden zwei Medaillen, belauerten einander.

6 Stunden und 38 Minuten waren vergangen, als Alaphilippe   als Erster über die Ziellinie. Dahinter machten sich die fünf Verfolger die Plätze aus. Der groß gewachsene Wout an Aert fuhr den Sprint der Verfolger von der Spitze weg und nutzte die Wucht seines Körpers, um Silber zu holen. Bronze musste von der Zielkamera entschieden werden. Marc Hirschi holte die Medaille für die Schweiz.

Österreicher chancenlos

Die Österreicher waren auf der für sie ungewohnt langen Distanz chancenlos. Von den mit Ausnahme von Riccardo Zoidl unerfahrenen ÖRV-Fahrern setzte sich anfangs Marco Friedrich als Mitglied einer siebenköpfigen Spitzengruppe in Szene. Er wurde aber nach 145 km wieder gestellt und wenig später holte das Feld auch seine Fluchtgefährten zurück. Friedrich gab nach rund 170 km wie zuvor Markus Wildauer auf.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Football news:

Miralem Pjanic: Sorry traute den Spielern bei Juventus nicht. Es ist eine Schande, wenn Leute falsch eingeschätzt werden
Wenger darüber, warum Mourinho in dem Buch nicht erwähnt wurde: er wollte nicht über Jose, Klopp oder Pepe sprechen, weil Sie noch arbeiten
Das perfekte Projekt, um Geld zu verlieren. Eine Idee für Träumer. Tebas über die Europäische Premier League
Die katalanischen Behörden haben Barça die Verschiebung des Referendums über das Misstrauensvotum von Bartomeu abgelehnt. Der FC Barcelona hat die übertragung des Referendums über ein Misstrauensvotum an Klubpräsident Josep Bartomeu abgelehnt. Blaugrana wollte das Referendum vom 15.Bis 16. November abhalten und verwies darauf, dass die Veranstaltung mehr Zeit für die Vorbereitung und die Sicherheit der beteiligten benötige
Präsident La Liga über den Abgang von Messi: Das wird kein Drama für uns. Und Sein Ruf wird leiden
Ronaldo ist ein UFC-Fan. Habib ist angeschlagen, hat mit Conor trainiert, ist bei allen Top - Kämpfern unter Vertrag, wird Sicher auch Zuschauen-direkt während des Juventus-Spiels
Nur Milan hat in dieser Saison in den Top 5 der europäischen Ligen keine Punkte verloren. Aston Villa verlor 0:3