Austria

Prinz Philip wünschte sich Spitals-Besuch von Charles für "dringende Gespräche"

© EPA/FACUNDO ARRIZABALAGA

Der frühere Pressesprecher der Queen meint, Philip habe mit seinem Sohn über die Zukunft der Königsfamilie sprechen wollen.

Seit elf Tagen erholt sich der britische Prinz Philip nun schon in einem Londoner Privatkrankenhaus von einer Infektion. Offiziellen Palast-Meldungen zufolge fühlt sich der 99-Jährige wohl und die Behandlung im Spitale schlage gut an. Besuch bekam Philip bislang - zumindest offiziell - nur von Sohn Prinz Charles, was vor einer Woche für Spekulationen sorgte.

Besuch auf Philips Wunsch

Der frühere Pressesprecher der Königin, Dickie Arbiter, behauptete nun in einem Interview, Philip habe mit Charles über die Zukunft der Königsfamilie sprechen wollen. "Ich vermute, er wird das Spital verlassen und nach Windsor zurückkehren", so Arbiter. "Aber eines Tages wird er nicht mehr sein. Er wird zu Charles gesagt haben: 'Irgendwann bist du das Familienoberhaupt'."

Rund eine halbe Stunde soll sich der 72-Jährige am vergangenen Samstag in der Londoner King Edward VII-Klinik aufgehalten haben, wie britische Medien berichteten. Das Nachrichtenportal Express.co.uk schrieb, es handelte sich dabei um "dringende Gespräche".

Die Queen und andere Mitglieder der Königsfamilie nahmen in der Zwischenzeit  weiterhin offizielle Termine wahr. Beobachter hatten dies zunächst als beruhigendes Zeichen für den Gesundheitszustand des Prinzgemahls gewertet.

Der Aufenthalt soll nicht im Zusammenhang mit Corona stehen. Philip und die Queen haben beide im Jänner bereits eine erste Corona-Impfung erhalten. "Soweit ich das beurteilen kann, war es ziemlich harmlos", sagte die Queen am Donnerstag rückblickend bei einer Videokonferenz für die Impfkampagne in Großbritannien.

Die Monarchin und Prinz Philip waren am 9. Jänner geimpft worden. "Es hat überhaupt nicht weh getan. Es ging sehr schnell, und ich habe viele Briefe von Menschen bekommen, die sehr überrascht waren, wie einfach es war, den Impfstoff zu bekommen."

Eigentlich sind Informationen zur Gesundheit der Royals Privatsache. Mit der Mitteilung hatte die Queen aber Spekulationen und Falschinformationen einen Riegel vorschieben wollen. Die Queen äußerte Verständnis dafür, dass einige Menschen Angst vor der Impfung haben: "Aber sie sollten eher an andere Menschen denken als an sich selbst."

Sie lobte den Fortschritt der Impfkampagne. Bisher haben offiziellen Angaben zufolge etwa 18,7 Millionen Menschen in Großbritannien eine erste Dosis erhalten, das ist mehr als jeder dritte Erwachsene.

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