Austria

Polizeipferde werden verkauft: Ausländische Interessenten machen Probegalopp

Polizeipferde
Die Polizeipferde (im Bild ist "Dorian" zu sehen) treten ihren Dienst nicht an - zumindest in Österreich. Die Presse

Delegationen aus dem Ausland reisen nach Österreich, um die ehemaligen Polizeipferde zu begutachten. Die Tiere aus dem ehemaligen Prestigeprojekt von Herbert Kickl sollen nun verkauft werden.

Der ehemalige Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) hatte große Pläne, doch aus seiner Reiterstaffel für die Polizei wurde nichts: Die Tiere werden nun verkauft. Bis 8. Juni läuft laut „Kurier“ die Frist für Kaufangebote der fertig ausgebildeten Polizeipferde. In den vergangenen Tagen sind laut dem Bericht Delegationen aus den Niederlanden, Bosnien und Serbien nach Österreich gereist, um die Tiere zu begutachten.

Die Reiterstaffel startete gar nicht erst richtig los, und doch zieht sich ihr Ende ziemlich in die Länge. Übergangsminister Wolfgang Peschorn verkündete im November 2019 das Ende der berittenen Polizei. Seitdem ist man mit der Auflösung der Staffel beschäftigt.

Hohe Kosten für das umstrittene Projekt

Ursprünglich bestand sie aus zwölf Wallachen. Der Kauf eines Tieres wurde rückabgewickelt. Jene Pferde, die der ungarische Premier Viktor Orbán Österreich geschenkt hatte, wurden zurückgegeben (eines lahmte bereits). Um Kosten zu sparen, sind die Pferde bis zu ihrem Verkauf Dim Ausbildungs- und Trainingszentrum der Spanischen Hofreitschule am Heldenberg untergebracht.

Wie hoch der Verkaufserlös ist, ist noch unklar. Fest stehen bisher nur die Kosten, die für Österreich angefallen sind: Laut einer parlamentarischen Anfragebeantwortung Anfang des Jahres hat die umstrittene Reiterstaffel bis zu ihrem Aus Ende November zumindest 2,345 Millionen Euro gekostet. 906.000 Euro entfielen auf Sachkosten, über 1,4 Millionen auf Personalkosten. Begannen ursprünglich 22 Beamte ihre Ausbildung für das Pilotprojekt, schlossen letztendlich zehn Beamte im Juli 2019 die kommissionelle Prüfung positiv ab. Sie kehren in den normalen Exekutivdienst zurück.

>> Artikel im „Kurier“

(red.)

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