Bei Annette Schavan dauerte es vom Plagiat bis zur Enttarnung 32 Jahre. 1980 dissertiert die Studentin der Erziehungswissenschaften an der Universität Düsseldorf mit einer als sehr gut benoteten Arbeit zum Thema "Person und Gewissen". Später macht sie als CDU-Politikerin Karriere, gilt parteiübergreifend als versierte Bildungspolitikerin und steigt unter Angela Merkel zur deutschen Bildungsministerin auf. Doch 2012 werden auf einer Internetplattform profunde Plagiatsvorwürfe publik, die Uni Düsseldorf leitet daraufhin eine Prüfung ein und kommt zu einem klaren Ergebnis: Schavan habe reihenweise ohne Zitierung abgeschrieben, es liege eine systematische Täuschungsabsicht vor. Die Ministerin bestreitet das, doch der Doktortitel wird ihr aberkannt, wenige Tage später muss sie zurücktreten.