Austria

ÖSV-Adler gehen auf der WM-Normalschanze leer aus

Ziel verfehlt: Michael Hayböck war als Siebenter der beste ÖSV-Springer.

© APA/GEORG HOCHMUTH

Michael Hayböck wird als bester österreichischer Skispringer Siebenter. Der Pole Zyla kürt sich zum Weltmeister.

von Christoph Geiler

"Sie können um den Sieg mitspringen", hatte Andreas Widhölzl vor dem Bewerb auf der Normalschanze gemeint. Mit dem Brustton der Überzeugung.  Aber was hätte der österreichische Chefcoach sonst auch sagen sollen? In seiner Funktion muss er Zuversicht versprühen, auch wenn der bisherige Saisonverlauf mit nur drei Podestplätzen in Einzelbewerben nur wenig Anlass zur Hoffnung auf eine österreichische Medaille gab.

Die Punktlandung bei der WM blieb zumindest im ersten Wettkampf aus: Auf der kleinen Schattenbergschanze gelang keinem Österreicher der ersehnte Sprung ins Rampenlicht. Vielmehr spiegelte der Auftaktbewerb mit den Rängen 7 (Michael Hayböck), 10 (Stefan Kraft), 12 (Philipp Aschenwald) und 19 (Daniel Huber) die Leistungen dieses durchwachsenen Winters wider, in dem die Österreicher dann doch eher Mittelmaß als Weltklasse sind. "Ich bin nicht unzufrieden, weil es für mich der beste Wettkampf seit langer Zeit war", sagte Michael Hayböck.

Neuer Champion

Gold ging an einen Springer, der zwar seit Jahren zur Top-Klasse zählt, meist aber im Schatten seiner berühmteren polnischen Landsleute Kamil Stoch und Dawid Kubacki stand. Piotr Zyla, 34, Sieger von zwei Weltcupspringen und der Springer mit der mit Abstand größten Facebook-Fangemeinde (1,1 Millionen), landete den größten Erfolg seiner Karriere.

Die überraschende Halbzeitführung schien dem Routinier Flügel zu verleihen, im Finale zeigte Zyla keine Nerven und verwies Lokalmatador Karl Geiger und den Slowenen Anze Lanisek auf die Plätze, während sich der norwegische Top-Favorit Halvor Egner Granerud mit dem vierten Platz begnügen musste und einer von vielen Stars war, die hinter den Erwartungen blieben.

Neue Chance

Bereits am Sonntag bietet sich den ÖSV-Herren die nächste Gelegenheit für eine Medaille. Dabei erhalten sie weltmeisterliche weibliche Unterstützung: Marita Kramer und Daniela Iraschko-Stolz, zwei Mitglieder der rot-weiß-roten Goldmannschaft, gehen mit großem Selbstvertrauen in den Mixed-Bewerb. "Der WM-Titel hat mich überwältigt", gesteht Iraschko-Stolz, die offen zugibt: "Medaillen mit dem Team haben einen enormen Stellenwert. Deshalb freuen wir uns auch, dass wir gemeinsam mit den Herren springen dürfen."

1.

Piotr Zyla (POL)

268,8

(105,0/102,5)

2.

Karl Geiger (GER)

265,2

(103,5/102,0)

3.

Anze Lanisek (SLO)

261,5

(102,5/101,0)

4.

Halvor Egner Granerud (NOR)

259,7

(99,0/103,0)

5.

Dawid Kubacki (POL)

257,1

(102,0/99,0)

6.

Robert Johansson (NOR)

256,5

(100,0/101,0)

7.

Michael Hayböck (AUT)

253,9

(101,0/97,5)

8.

Bor Pavlovcic (SLO)

253,4

(101,5/98,0)

9.

Daniel-Andre Tande (NOR)

251,6

(101,0/98,0)

10.

Stefan Kraft (AUT)

251,2

(100,5/97,5)

11.

Pius Paschke (GER)

250,9

(103,0/95,0)

12.

Philipp Aschenwald (AUT)

250,0

(100,0/98,0)

Ryoyu Kobayashi (JPN)

250,0

(104,0/96,5)

14.

Marius Lindvik (NOR)

248,5

(102,0/94,5)

15.

Cene Prevc (SLO)

246,0

(102,0/98,0)

16.

Yukiya Sato (JPN)

244,3

(104,0/95,0)

17.

Markus Eisenbichler (GER)

241,1

(98,5/95,5)

18.

Jewgenij Klimow (RUS)

239,6

(103,0/95,0)

19.

Daniel Huber (AUT)

239,4

(99,5/94,5)

20.

Simon Ammann (SUI)

237,0

(103,5/95,0)

21.

Keiichi Sato (JPN)

236,8

(98,0/95,5)

22.

Kamil Stoch (POL)

236,0

(96,0/96,0)

23.

Constantin Schmid (GER)

233,2

(97,5/92,5)

24.

Gregor Deschwanden (SUI)

232,4

(97,5/94,0)

25.

Danil Sadrejew (RUS)

227,8

(99,5/94,5)

26.

Niko Kytosaho (FIN)

225,4

(98,5/91,0)

27.

Antti Aalto (FIN)

224,9

(100,5/88,5)

28.

Ziga Jelar (SLO)

223,5

(96,0/90,5)

29.

Junshiro Kobayashi (JPN)

223,2

(97,5/92,0)

30.

Andrzej Stekala (POL)

211,6

(95,0/87,5)

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