Vor einer Woche sorgte ein Statement der Hochschüler_innenschaft der Universität für angewandte Kunst (Hufak) gegen eine Veranstaltung mit Alice Schwarzer für große Aufregung. Darin kritisierte sie Schwarzer für "antimuslimische Positionen" und spielte damit unter anderem auf ihre Aussagen zum Kopftuch an, das Schwarzer einmal mit dem Judenstern verglich ("Als Symbol ist es eine Art Branding, vergleichbar mit dem Judenstern") und immer wieder als Flagge des Islamismus bezeichnet. Wegen der Aufforderung der Hufak, die Veranstaltung abzusagen, wurde ihr vorgeworfen, sie würde die Meinungsfreiheit an der Uni einschränken. Ein "Redeverbot" hätten sie jedoch nie gefordert, wie VertreterInnen der Hufak im Gespräch mit dem STANDARD betonen. Auch zeigten sie sich überrascht, dass dein Statement einer Studierendenvertretung für so viel Kritik sorgt – letzteres vor allem auf Facebook und über die Medien. "Per Mail, also nicht öffentlich, haben uns allerdings sehr viele gedankt, dass wir die Veranstaltung kritisiert haben", erzählen die beiden StudierendenvertreterInnen, die nicht namentlich genannt werden wollen – die Hufak will als Kollektiv über dieses Thema sprechen.