Austria

Oberösterreich trägt bis auf Weiteres wieder Maske

Es schien fast, als wäre die Zeit zurückgedreht: Plexiglaswände und alle mit Maske bei der Pressekonferenz im Landhaus. Und auch die präsentierten Maßnahmen schienen eigentlich schon überwunden: Maskenpflicht in öffentlich zugänglichen Räumen und im Freien auch dort, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann. In der Gastronomie muss das Personal wieder einen Mund-Nasen-Schutz tragen und die Gäste, wenn sie nicht am Tisch sitzen.

Diese Maßnahmen gelten ab Donnerstag und unbefristet. Dazu kommt eine freiwillige Registrierungspflicht in den Lokalen. Wie diese aussehen soll, obliegt den Gastronomen selbst, man bemüht sich aber um eine einheitliche Vorgehensweise in Zusammenarbeit mit den Branchenvertretern.

Masken in Lokalen und Geschäften

Mehr als 420 Infizierte und mehr als 3.300 in Quarantäne. Angesichts dieser Zahlen macht Oberösterreich wieder einen Schritt zurück. Die Maskenpflicht wird wieder eingeführt.

Reproduktionszahl liegt bei 2

"Ich weiß, es hat eine große Sehnsucht gegeben, dass alles wieder so sein soll wie früher. Aber der Anstieg bei den Neuinfektionen kann uns nicht tatenlos zusehen lassen", sagte Landeshauptmann Thomas Stelzer (VP) bei der gestrigen Pressekonferenz. Der "Freikirchen-Cluster" ist mittlerweile auf 179 Personen angestiegen. "Aber auch ohne diesen Cluster ist die Zahl der Infektionen zu hoch", betont Stelzer. Die Reproduktionszahl (also wie viele Menschen ein Infizierter ansteckt) liegt in Oberösterreich bei 2, bundesweit derzeit bei 1,37. Das Ziel sei, wieder auf eine Reproduktionszahl von unter 1 zu kommen, sagte Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (VP).

Ob die nun beschlossenen Maßnahmen ausreichen oder ob weitere Verschärfungen notwendig sind, sei nicht vorherzusagen, so der Landeshauptmann: "Ich hoffe, es werden keine weiteren Schritte notwendig, aber ich kann es auch nicht ausschließen", sagte Stelzer. Ausschlaggebend sei die Reproduktionszahl, aber auch die Zuwachsraten und die Zahl jener, die stationär behandelt werden müssen. Davon hängt auch ab, wann die Maskenpflicht wieder aufgehoben werden kann.

Wichtig sei auch aktive und ehrliche Mitarbeit der Bevölkerung, so Haberlander: "Jeder muss auch ehrlich angeben, wo er sich aufgehalten hat und mit wem er Kontakt hatte. So kann jeder einen Beitrag leisten, um Infektionsketten zu unterbrechen." Zudem werde man die Polizei noch einmal "proaktiv auffordern", die Einhaltung der Vorgaben zu kontrollieren.

Aus der Sicht des Mediziners sei der Anstieg nun wenig überraschend, sagte der Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde am Kepler-Uniklinikum, Bernd Lamprecht. Er verglich die Situation mit einem "Fahren auf Sicht". Dies würde auch bedeuten, "bremsen zu müssen". Die Maske sei in zweifacher Hinsicht ein effektiver Schutz, erklärte Lamprecht: "Sie stellt sowohl eine physikalische Barriere als auch ein äußeres Zeichen für mehr Achtsamkeit dar."

Zwar endet das Schuljahr mit Freitag, doch die letzten beiden Schultage müssen Lehrer und Schüler wieder mit verpflichtender Maske bestreiten, erklärte Haberlander. Ferienbetreuungsangebote seien davon nicht betroffen, für sie gelten die bereits bekannten Vorgaben der Regierung.

Maske, wenn kein Abstand

Auch bei Veranstaltungen gibt es keine Veränderungen, es gelten ohnehin die bundesweiten Regelungen: Sofern die Einhaltung des Sicherheitsabstands nicht gewährleistet ist, muss bei Veranstaltungen – auch im Freien – ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Stelzer appellierte aber, auch bei privaten Anlässen auf die Regeln zu achten: "Wir müssen immer im Hinterkopf behalten, dass Corona mit am Tisch sitzt."

Gesundheitsminister Rudi Anschober (Grüne) unterstützt die Maßnahmen in Oberösterreich und befürwortet die regionale Einführung einer Maskenpflicht. Mit Bundeskanzler Sebastian Kurz (VP) seien die Maßnahmen akkordiert, sagte Stelzer. (eiba)

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