Austria

Nun doch Schutzmasken für Wiens Öffi-Mitarbeiter

Um ihre Mitarbeiter zu schützen, beginnen die Wiener Linien nun mit der Ausgabe von Masken. Das Fehlen von Schutzmaßnahmen war zuvor scharf kritisiert worden.

Vergangene Woche mehrten sich kritische Stimmen, die gegen den "mangelnden Schutz der Mitarbeiter" seitens der Wiener Linien anprangerten. Kritik übte auch die Wiener Arbeiterkammer und forderte ein "sofortiges Bereitstellen von Desinfektionsmittel, Handschuhen und Mundschutz".

Nun dürfte es soweit sein. Wie die Wiener Linien am Samstag in einer Aussendung bekannt gaben, würden ab nun vorsorglich Mund-Nasen-Masken verteilt.

"Durch zahlreiche Maßnahmen schützen die Wiener Linien ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor möglicher Ansteckung", wird betont. So bleiben seit 17. März die vorderen Türen der Busse geschlossen und der Bereich rund um die Lenker-Plätze wurden zusätzlich abgesperrt, damit der Sicherheitsabstand unter allen Umständen gewahrt bleibt. Zudem seien nur mehr ULF mit Fahrerkabine im Einsatz, die Fahrzeuge würden täglich gründlich gereinigt und desinfiziert.

zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. In den Arbeitsräumlichkeiten stünden ebenfalls Desinfektionsmittel zur Verfügung. Durchsagen zum Sicherheitsabstand, Fahrplananpassung und Team-Rotationen – all diese Maßnahmen sollen dem Schutz der Gesundheit der Mitarbeiter dienen, so die Wiener Linien.

Mund-Nasen-Masken ab Montag

Auch wenn die Wiener Linien derzeit von der Verordnung (noch) nicht betroffen seien, will das Unternehmen beginnend mit kommendem Montag seine Mitarbeiter schrittweise mit Mund-Nasen-Masken ausstatten. Seit Tagen arbeite der Krisenstab intensiv daran, die erforderliche Anzahl an Masken zu besorgen. "Dabei wird sogar auf die hausinterne Uniform-Schneiderei zurückgegriffen, die Mehrweg-Stoffmasken für Mitarbeiter anfertigt", betonen die Wiener Linien.

"Wir verstehen die Ängste und Sorgen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – es sind die gleichen, die auch die restliche Bevölkerung hat. Wir sehen es als unsere oberste Aufgabe alles zu tun, damit die Kolleginnen und Kollegen, die dafür sorgen, dass Wien mobil bleibt, weiterhin sicher ihren Dienst verrichten können. Ihnen gilt unser aller großer Dank, denn ohne sie steht Wien still", unterstreicht Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

Fahrplanänderung fokussiert auf Wiens Spitäler

Obwohl durch die von der Bundesregierung beschlossenen COVID-19-Maßnahmen derzeit in ganz Wien kaum Menschen unterwegs sind - der Rückgang der Öffi-Nutzer liegt bei rund 80 Prozent - halten die Wiener Linien ihr Öffi-Angebot für all jene, die es brauchen, aufrecht.

Durch die Umstellung auf den Samstags- und Wochenendfahrplan sei ein wichtiger Schritt zum Schutz seiner Mitarbeiter gesetzt worden, gleichzeitig wurden innerhalb weniger Stunden Verbesserungen im Fahrplan dort durchgeführt, wo es nötig war. Diese zielen darauf ab, vor allem die Erreichbarkeit von Spitälern und Arbeitsplätzen zu sichern.

Zusätzliche Fahrten auf insgesamt 14 Bus- und Bim-Linien

Um die Stadt weiterhin am Leben und mobil zu halten, verstärken die Wiener Linien auf insgesamt acht Straßenbahn- und sechs Buslinien ihren Betrieb durch zusätzliche Fahrzeuge. So wurden etwa auf den Linien 27A, 34A, 67B, 76A, 76B und 79B in den Früh- und Abendspitzen (Schichtwechsel) zusätzliche Busse auf Kurs gebracht.

Auch auf den Linien 6, 11, 31, 43, 46, 49, 60 und 62 gibt es zusätzliche Fahrten. Weiters wurde auch auf der U6 entsprechend nachgebessert, um noch mehr Platz in den Fahrzeugen speziell für Spitalsmitarbeiter des AKH (Alsergrund) zu schaffen. Ab dem kommenden Montag werden auch auf der Linie 7A, die sowohl das UKH Meidling als auch das Franz-Josef-Spital (Favoriten) anfährt, zusätzliche Fahrten durchgeführt.

Alle Infos zum aktuellen Öffi-Angebot findest Du online hier.

Wiener Linien haben Wege der Fahrgäste "am Radar"

Die Wiener Linien haben die Fahrgastströme im Blick. So seien Mitarbeiter aus dem Sicherheits- und Kontrolldienst sowie die Servicemitarbeiter ständig als "Augen des Unternehmens" im Netz unterwegs, um mögliche Nachjustierungen bei einzelnen Linien schnell und zuverlässig durchführen zu können.

Denn genauso wichtig wie Intervallanpassungen sei auch das richtige Verhalten der Fahrgäste, so die Wiener Linien. "In einer U-Bahn-Garnitur finden bis zu 900 Fahrgäste Platz – wenn auch das gesamte Fahrzeuge genutzt wird". Darauf und auf die Einhaltung der Sicherheitsabstände weisen die Wiener Linien mit Durchsagen hin.

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