Austria

"Nicht bereichernd" bis "desaströs": So sieht die Presse das US-Duell

Das erste TV-Duell zwischen Joe Biden und Donald Trump kam in der Weltpresse nicht gut an.

„Neue Zürcher Zeitung“ (Schweiz): Trump gelang es in dieser aufgeheizten Atmosphäre nicht, Auskunft über sein politisches Programm für eine zweite Amtszeit zu geben - und zum Beispiel den Fernsehzuschauern zu erklären, wie er die weltgrößte Volkswirtschaft wieder auf Vordermann bringen will.(...) Biden (sah) im Übrigen nicht aus wie die Karikatur, die Trump und seine Wahlkampfberater in den vergangenen Wochen von ihm gezeichnet hatten. Der 77-Jährige war präsent, griff den Präsidenten dort an, wo er angreifbar ist - zum Beispiel bei den Themen Corona-Pandemie und Krankenversicherungsreform - und hatte keinen massiven Aussetzer. Letztlich schnitt Biden damit, gemessen an den Erwartungen an ihn, besser ab als Trump, der in den Meinungsumfragen zurückliegt. Fast alle Kommentatoren waren sich aber einig darüber, dass die Debatte insgesamt keinen guten Eindruck hinterließ.

"Der Spiegel" (Deutschland): Als alles vorbei war, mussten Millionen Amerikaner erst mal tief Luft holen. Gebrüll, Beschimpfungen, Dauerunterbrechungen: So ein desaströses TV-Duell zweier Präsidentschaftskandidaten hatten sie sicher noch nie erlebt. "Das war die schlechteste Debatte, die ich je gesehen habe", seufzte CNN-Veteran Jake Tapper anschließend. "Ehrlich gesagt war das keine Debatte. Es war eine Schande."

"Bild" (Deutschland): „Trump war erstaunlich gut vorbereitet, hat Biden aber mehrfach unterbrochen und Ihn dadurch auch vor möglichen Pannen gerettet“, analysiert Peter Rough vom Hudson Institute und ehemaliger Berater von Georg W. Bush für BILD. „Beide Seiten haben genügend geliefert, um die eigenen Unterstützer zu halten. Aber es war kein besonders bereicherndes Duell. Es gab zwar keinen Sieger - aber ein Unentschieden geht, laut Umfragen, an Biden.“

"The Guardian" (Großbritannien): Moderator Chris Wallace von Fox News war nicht in der Lage, die Kandidaten einzubremsen, und das bedeutete, dass es Donald Trump größtenteils möglich war, die zuvor vereinbarte Struktur und die Regeln der Debatte zu unterbrechen, falsche Behauptungen aufzustellen, zu schimpfen und zu verletzen. Es gab einige Momente, in denen Biden Trump ins Wort fiel, als er nicht an der Reihe war, aber den Löwenanteil hatte Trump.

"The Times" (Großbritannien): Der klarste Verlierer dieser ersten Präsidentschaftsdebatte zwischen Donald Trump und Joe Biden war Amerika. (...) Tatsächlich war das keine Debatte, die einen vernünftigen Sinn ergab. Es war ein missmutiger und bisweilen unverständlicher Streit zwischen zwei wütenden Männern in den Siebzigern, die sich spürbar gegenseitig verabscheuen. (...)

"Tages-Anzeiger" (Schweiz): „Die Diskussion der beiden Kontrahenten mochte unergiebig sein, sie erlaubte aber eine Einschätzung ihrer charakterlichen Befindlichkeit. Und nach fast vier Jahren Chaos und Clownshow blieb am Ende der gestrigen Debatte jenes Fazit, das bereits Watergate-Starjournalist Bob Woodward nach 19 Interviews mit dem Präsidenten gezogen hatte: Trump ist der falsche Mann für den Job. Und kaum dürfte das Chaos auf der Bühne in Cleveland, verursacht vornehmlich von Donald Trump, jemanden dazu bewegen, ins Lager des Präsidenten zu wechseln. Das aber war die Aufgabe, die Trump in Cleveland hätte erfüllen müssen. Er hat es nicht vermocht, im Gegenteil: Selbst für seine Verhältnisse lieferte der Amtsinhaber gestern eine blamable Vorstellung. Und je lauter er Joe Biden ins Wort fiel, desto mehr entblößte sich der Präsident als ein selbstbezogener Mann auf einem gigantischen Ego-Trip.“

CNN-Chef-Moderator Wolf Blizer attestierte: „Das war eine Blamage für die Vereinigten Staaten.“

Journalistin Dana Bash sagte es drastischer: „That was a shit show!“ („Das war eine Scheiß-Vorstellung!“)

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