Austria

Neustart im Admiral Kino: „Ich habe das Kino echt vermisst“

Letzte Vorbereitungen vor dem großen Ansturm: Michaela Englert, die Betreiberin des Admiral Kinos, und  Betriebsleiter Andreas Weiss

© Kurier/Franz Gruber

Endlich darf man wieder ins Kino gehen. Im Wiener Admiral feierte das Publikum begeistert „Film ab!“

Endlich wieder Kino. Mit heftigem Applaus und Jubelrufen begrüßte Freitagabend das Publikum im Wiener Admiral Kino die erste Filmvorstellung nach dem Lockdown. Während andere Kinos mit der Wiedereröffnung bis 19. Juni oder länger warten, hat das traditionelle Lichtspielhaus in Neubau schon seinen Projektor angeworfen: Auf dem Programm steht eine heitere Verfilmung von Jane Austens „Emma“.

„Worauf soll ich warten?“, fragt Michaela Englert, die Betreiberin des Admiral, im KURIER-Gespräch: „Ich muss laufend Miete zahlen. Wenn es erlaubt ist, dann spiele ich natürlich. Bis ungefähr Mitte Juni zeige ich die Filme, die ich noch habe, dann kommt ein neues Programm.“

Sie habe auf diese erste Vorführung lange hingefiebert, meint Englert, und sich gefragt: „Wie viele Leute werden sich trauen?“

Stellt sich heraus: viele.

Der Ansturm auf den Kinostart war so groß, dass Englert den halben Nachmittag damit beschäftigt war, Gästen, die reservieren wollten, abzusagen: „Die Leute wollen unbedingt ins Kino.“

Keine Angst

Von einer Angst vor Ansteckung ist eine knappe halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn nichts zu bemerken. Im Eingangsbereich, vor der Kasse des Kinos, wurde eine Plexiglaswand errichtet, um den Tröpfchenflug zu vermeiden. Davor windet sich eine lange Schlange mit Gesichtsmaske und Abstandsunterbrechung durchs Foyer.

Es herrscht Premieren-Stimmung. Ein Kamerateam des ORF ist ebenfalls anwesend und hält den Gästen langstielige Mikrofone unter die Nase. Wer will, kann sich an einem Spender mit Desinfektionsmittel bedienen.

„Ich habe das Kino echt vermisst“, gesteht Christa, eine Psychotherapeutin, die zur Stammkundschaft des Admiral Kinos zählt. Als sie in der Zeitung gelesen habe, dass die Kinos wieder aufsperren, war für sie klar: „Aus, ich geh’ sofort ins Kino.“

Zudem sei das Admiral mehr als nur ein Kino, denn: „Es gibt auch guten Wein. Das ist super.“

Tatsächlich verbreitet das Admiral die Atmosphäre eines nachbarschaftlichen Stammbeisls, in dem sich ein fixes Klientel trifft.

Die beiden Herrschaften in der Sitzreihe hinter mir haben ebenfalls alle ihre Termine verschoben, um bei der Wiedereröffnung dabei zu sein: „Ich habe mir sofort gedacht: Ich muss ins Kino“, erzählt eine Dame namens Gerda, der die Vorfreude ins Gesicht geschrieben steht: „Man merkt oft erst, was man hat, wenn man es nicht mehr hat.“

Für sie sei Kino ein sozialer Event: „Das Feeling ist anders als beim Streaming.“

Bevor es mit „Emma“ losgeht, wird noch eine Werbung der Wiener Kinos geschaltet. Wieder brechen die Zuschauer in Applaus aus. Auch das freudige Gelächter während der Filmvorführung macht spürbar: Die Leute wollen wieder gemeinsam lachen.

Für Michaela Englert jedenfalls gestaltet sich der große Andrang auf ihren Kinosaal als erster Probedurchgang. In Zukunft werde sie nur noch 50 Menschen pro Vorstellung zulassen: „Dann kann der nötige Abstand zwischen den einzelnen Gruppen eingehalten werden und niemand muss mehr eine Maske tragen.“

Football news:

In Rumänien wehrte der 19-jährige Torhüter zwei Elfmeter ab, aber beide Male beantragte der Schiedsrichter zu unterbrechen. Kiper machte einen Wutanfall und zog sich zurück
Sulscher über De Gea: er hat den DFB-Pokal, den fa-Cup, die Europa League, den Ligapokal gewonnen, aber das reicht nicht
Vidal erzielte bei 23 Treffern 8 Tore. Er hat den höchsten Prozentsatz in La Liga
Jorge Valdano: Barcelona ist jetzt kein Titelanwärter. Messi kann nicht alles
Joaquin über das 550. Spiel in La Liga: Stolz, mit Legende Raúl gleichzuziehen
Bartomeu über Neymar: ich glaube nicht, dass PSG jemanden auf den Markt bringen wird
💛 💙Cádiz kehrte nach 14 Jahren in la Liga zurück